Archiv der Kategorie: Ankündigungen

Messevorschau 2019: Korea (Teil 2) – Happy Baobab, Gemblo

Korea

Happy BaobabWeiter geht’s mit Spielen aus Korea, einem weiteren Land, das in Essen traditionell stark vertreten ist. Der erste Teil war hier.

Happy Baobab (5-A111) will dieses Jahr mindestens fünf fertig produzierte Spiele mitbringen, bei zwei weiteren ist es noch unklar, ob sie rechtzeitig fertig werden. Daher sehen wir uns erstmal die fünf sowie ein unfertiges an:

Dekalko (€25) stammt von Roberto Fraga und Sébastien Decad und ist ein Spiel um das Durchpausen von Bildern. Ja, genau das, was man als Kind gern mal gemacht hat. In Dekalko bekommt man ein Bild und muss Messevorschau 2019: Korea (Teil 2) – Happy Baobab, Gemblo weiterlesen

Messevorschau 2019: Taiwan (Teil 2) – The Wood, TBD

TAIWAN

Die Fortsetzung meiner Vorschau über taiwanische Spiele (der erste Teil war hier) wird etwas länger als üblich, da ich diesmal Taiwan Boardgame Design behandle, und die bringen gleich 16 Spiele mit nach Essen. Da das für einen einzigen Artikel einfach zu viele sind, geht es damit am Donnerstag noch weiter. Aber ich beginne mit einer anderen Ankündigung:
Immer mal wieder hört man von Leuten, die gern ein Spielecafé eröffnen würden – wenn da nur nicht die Investitionen und die laufenden Ausgaben wären. Für diese Leute gibt es jetzt Abhilfe, denn The Wood Games (5-E112) bringt Board Game Cafe Frenzy von Citie Lonach Essen, das auch schon auf dem Spieleautorentreffen in Göttingen zu sehen war. Wer bereit ist, €25 zu investieren, kann Messevorschau 2019: Taiwan (Teil 2) – The Wood, TBD weiterlesen

Am Wochenende ist Stadt-Land-Spielt

Ich unterbreche meine Vorschauserie für Essen mal für eine wichtige Mitteilung: Am Wochenende ist Stadt-Land-Spielt, eine große, dezentral stattfindende Spieleveranstaltung. An über 180 Standorten vorwiegend in Deutschland, aber auch in der Schweiz und Österreich, kann an öffentlichen Orten gespielt werden. In Göttingen findet Stadt-Land-Spielt im Café Central auf dem Hauptcampus (Platz der Göttinger Sieben 4) statt, und zwar nur am Sonntag, dem 8. September von 11 bis 19 Uhr (an anderen Standorten gibt es auch am Samstag schon Veranstaltungen) Es wird eine Ludothek geben, an der Ihr Euch gegen Abgabe eines Personalausweises oder sowas als Pfand Spiele ausleihen könnt. Einige von uns stehen auch als Erklärbären zur Verfügung. Außerdem gibt es ein paar Turniere, nämlich KLASK, Chamäleon, Overbooked und 6 nimmt. Ich selbst werde mich voraussichtlich vor allem um das KLASK-Turnier kümmern. Wer dieses bizarre Geschicklichkeitsspiel noch nicht kennt, sollte es unbedingt mal ausprobieren. Und wer es schon kennt und einschätzen kann, kann wahrscheinlich das Video von der Weltmeisterschaft letzte Woche genießen – besonders gelobt wird ein Halbfinale, das ca. ab Minute 50 beginnt. Das Match dauert satte 25 Minuten – wer dafür nicht die Geduld hat, kann bei 1:08:00 einsteigen (danke an den Viertelfinalisten Asger Harding Granerud für den Hinweis). Aber auch diejenigen, die keinen Bock auf Turniere haben oder andere Spiele spielen wollen, kommen sicherlich auf ihre Kosten. Also, ich freue mich drauf, Euch am Sonntag zu sehen – wer nicht in oder um Göttingen wohnt, findet angesichts der Fülle an Veranstaltungen sicher auch anderswo vor Ort was zum Spielen. Viel Spaß!

Messevorschau 2019: Korea (Teil 1) – Mandoo, KBG

Auch aus Korea kommen wieder so viele Neuheiten, dass ich sie nicht alle in einen Artikel stopfen kann. Den Anfang mache ich hier, der Rest kommt später.

KOREA

Mandoo Games (5-A107) ist ein guter Beleg dafür, dass Spiele europäischer Autor*innen mittlerweile immer öfter zuerst im Ausland erscheinen. Im Portfolio von Mandoo sind Spiele koreanischer Autor*innen in diesem Jahr deutlich in der Minderheit. Aber nicht nur deshalb wird Mandoo sicherlich dieses Jahr viel Beachtung finden. Queenz (€28/€40) von Bruno Cathala und Johannes Goupy war bei uns nicht ganz so gut angekommen, aber ich scheine da in der Minderheit zu sein, denn sowohl der Dice Tower als auch Eric Martin Messevorschau 2019: Korea (Teil 1) – Mandoo, KBG weiterlesen

Messevorschau 2019: Japan (Teil 1) – Japon Brand, itten

Nach meinem letzten Artikel über Spiele aus Taiwan wende ich mich jetzt Japan zu, das ja als erstes asiatisches Land in Essen wirklich Spuren hinterlassen hat. Heute gibt es eine ganze Reihe Leute, die sich speziell für japanische Spiele interessieren, und für die ist auch in diesem Jahr wieder einiges im Angebot.

JAPAN

Messevorschau 2019: JapanKein Verlag im eigentlichen Sinne, aber dennoch eine Legende ist Japon Brand (4-D113). Diese Organisation bringt jedes Jahr eine Auswahl von Spielen japanischer Kleinverlage nach Essen. Dieses Jahr sind es deutlich weniger als in den vergangenen Jahren, aber trotzdem ist wieder Interessantes dabei. Disclaimer: Ich habe sechs der Spiele für Japon Brand übersetzt.
Das größte Spiel im diesjährigen Angebot ist Orchard Ocean (analog lunchbox, €58) von Masaki Suga, Messevorschau 2019: Japan (Teil 1) – Japon Brand, itten weiterlesen

Die Liste von Japon Brand für 2019 ist da!

Ein kleiner Höhepunkt meiner persönlichen Vorfreude auf die Messe in Essen ist immer die Veröffentlichung der Liste der Spiele von Japon Brand. Wer damit jetzt nichts anfangen kann: Japon Brand ist eine Organisation, die jedes Jahr Spiele von japanischen Kleinverlagen auswählt und mit nach Essen bringt. In diesem Jahr warten sie mit einer dicken Überraschung auf: Auf der Liste stehen statt der üblichen rund 15 – 20 Spiele nur 9. Sechs davon kenne ich schon, denn ich habe die Regeln aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Von diesen klingt für mich Monster Party am lustigsten, aber auch auf Fillit und Numberplace City bin ich gespannt. New Sakura wird mit seinen ungewöhnlich geformten Karten sicher ebenfalls Aufsehen erregen. Drei der Spiele kenne ich noch nicht im Detail. Beluga stammt von den gleichen Leuten wie letztes Jahr Mayfly, ist also auf alle Fälle einen Blick wert. Über Orchard Ocean und Trimau weiß ich auch noch nicht mehr, als in der Beschreibung auf der Liste steht – vielleicht kommen ja auch dafür noch Übersetzungsanfragen. Die Sachen, die ich übersetzt habe, bekomme ich normalerweise schon vor der Messe, da kann ich im Idealfall schon Ersteindrücke schildern.

Wer sich nun für Spiele von Japon Brand interessiert, sollte sie am besten vorbestellen. Das kostet zwar einen Aufpreis von ungefähr zwei Euro (der schon im angegebenen Preis enthalten ist), aber wer je die Schlangen an ihrem Stand am Donnerstagmorgen und die Ausverkauft-Schilder am Donnerstagnachmittag gesehen hat, dürfte draus gelernt haben. Von Machi Koro zum Beispiel waren damals gerade mal 100 Stück am Start. Zwar hat das später einen weltweiten Siegeszug angetreten, ebenso wie Love Letter, das seinerzeit in der spektakulär gestalteten Originalversion in hübschen Briefumschlägen für 4 Euro verkauft wurde, aber darauf sollte man sich besser nicht verlassen (zumal für mich gerade bei Love Letter der ursprüngliche Charme in der internationalen Ausgabe mit der langweiligen Grafik weitgehend verloren ging). Wer ungewöhnliche Spiele liebt, sollte also auf alle Fälle mal einen Blick auf die Liste werfen.

Drei Tage im Oktober – die Messevorschau 2018 (Teil 5)

Ich hatte eigentlich wirklich nicht vorgehabt, meine Vorschau auf fünf Artikel ausdehnen zu müssen. Aber als die Ausstellerliste online ging, waren natürlich sämtliche Pläne wieder über den Haufen geworfen, denn da standen noch eine Menge asiatischer Verlage drin, die mir bisher nirgends über den Weg gelaufen waren.

Ich fange jetzt aber trotzdem mit einem Spiel aus Europa an, das mir wegen seiner frischen Thematik ins Auge gesprungen ist, und zwar mit First Contact von Damir Khusnatdinov. Da sind nämlich Aliens im alten Ägypten gelandet und wollen gern landestypische Souvenirs erwerben. Leider gibt es dabei ein Problem, nämlich das der Verständigung. Die Einheimischen sind durchaus hilfsbereit, aber unsicher, was diese fremden Götter gern haben wollen. Die Spieler*innen teilen sich auf die beiden Parteien auf. Nun lernt jede Partei die Hieroglyphen der anderen (die in jedem Spiel neu verteilt werden). Als Alien versucht man, zuerst drei begehrte Gegenstände zu erhalten, als Erdling versucht man, den Aliens möglichst viele passende Gegenstände zu geben. Am Ende gewinnt aus jedem Team ein*e Spieler*in. Das ganze hat einen kleinen Codenames-Touch und klingt wunderbar schräg. Das möchte ich mir gern mal in Aktion ansehen – und das mache ich bei Cosmodrome am Stand 4-G114. Drei Tage im Oktober – die Messevorschau 2018 (Teil 5) weiterlesen

Drei Tage im Oktober – die Messevorschau 2018 (Teil 4)

Vielleicht habe ich mich mit meinem Plan, zumindest die Spiele vorzustellen, die aus Asien und Lateinamerika kommen, ein bisschen übernommen. Jedes Mal, wenn ich denke, jetzt sollte ich alles erwischt haben, finde ich weitere Verlage. Ich komme kaum noch hinterher. Ich werde auf jeden Fall noch einen fünften Teil nachschieben müssen… der kommt dann irgendwann nächste Woche, mit den noch fehlenden Verlagen aus der offiziellen Ausstellerliste (zumindest denen, bei denen mir eine Kontaktaufnahme gelingt).

Über einen brasilianischen Stand hatte ich ja schon berichtet, aber es wird noch einen weiteren geben, nämlich den von Conclave Editora (4-I103). Die kommen vor allem mit dem Spiel Gnomopolis von Igor Knop and Patrick Matheus (€40). Hier bauen die Spieler*innen eine Gnom-Siedlung. Die Gnome ziehen sie in Form von Gnomeeples aus einer Tasse und setzen sie ein, um Gebäude zu aktivieren, neue Gebäude zu errichten oder die Zusammensetzung des Tasseninhalts zu verändern. Wer am Ende die am besten funktionierende Siedlung errichtet hat, gewinnt das Spiel, das von Marcelo Bastos und Patrick Matheus illustriert wurde. Vorbestellen könnt Ihr es hierNeben Gnomopolis bringt Conclave noch mindestens drei weitere Spiele als Demo-Exemplare mit, nämlich das von mir schon mal angekündigte A Fuga da Torre von Daniel Alves und Eurico Cunha Neto, Soberano von Lincoln Castro, ein minimalistisches Deckbauspiel, bei dem man Einfluss auf zwei mächtige Familien zu erlangen sucht, um den vakanten Königsthron besteigen zu können, sowie die erfrischend kurze Fußballsimulation Revanche von Ron Halliday, die dieser in Brasilien schon in Kleinstauflage im Selbstverlag herausgebracht hat und die nun endlich in einem größeren Rahmen erscheinen soll. Ich habe von einer Reihe Leute viel Lob darüber gehört, darum bin ich darauf sehr neugierig. Das Bild stammt noch von der Erstauflage, ein neues Cover gibt es noch nicht. Drei Tage im Oktober – die Messevorschau 2018 (Teil 4) weiterlesen

Drei Tage im Oktober – die Messevorschau 2018 (Teil 3)

In diesem dritten Teil schreibe ich noch mal was über weitere Stände aus Asien, die mich interessieren. Einen vierten und wahrscheinlich fünften Teil wird es auch noch geben, denn gerade asiatische Stände entdecke ich immer noch am laufenden Band. Aber danach wird es auch irgendwann mal Zeit, sich einfach nur noch auf die Messe zu freuen. 🙂

Den indonesischen Pavillon, der unter dem Namen Archipelageek an Stand 3-Q106 zu finden sein wird, hatte ich ja hier im Blog schon angekündigt. Dort sind so viele Spiele zu finden, dass es mir ganz schwer fällt, eine enge Auswahl zu treffen. Da ich Bluffspiele mag, interessiert mich Bluffing Billionaires von Darwin, Desyanto Lie, und Nata Chen (€20), bei dem Superreiche mit ihrem Reichtum einerseits angeben, ihn andererseits aber auch mehren wollen. Mittlerweile habe ich das Spiel übersetzt, das wird es also auch auf Deutsch geben. Math Cat (€10) stammt von Senno Adi und Ergiena Tria Siani, ist bei Hompimpa erschienen und könnte was für meine Kinder sein, aber da muss ich mir erst mal den Schwierigkeitsgrad angucken. Aus irgendeinem Grund zieht mich auch Flipeek: Medieval (€20) an, das von Lovita Darwin und Febndy Kwik entwickelt wurde und bei Coralis erschienen ist. Es ist ein sehr kurzes Memory-Spiel, bei dem man jeweils Aufträge erfüllen muss. Kurze Spiele sind bei mir ja ohnehin immer willkommen. Es gibt übrigens auch einen Solitärmodus. Flipeek: Medieval kann man hier vorbestellen.  Drei Tage im Oktober – die Messevorschau 2018 (Teil 3) weiterlesen

Drei Tage im Oktober – die Messevorschau 2018 (Teil 2)

Im zweiten Teil meiner Essen-Vorschau geht es um Spiele aus Taiwan. Zu Taiwan habe ich eine besondere Beziehung, da gucke ich besonders genau hin. „Leider“ kommen mittlerweile viel zu viele Spiele aus Taiwan, als dass ich alle ausprobieren könnte. Auch  mischen sich die Nationalitäten längst – es kommen Spiele von Autor*innen aus anderen Ländern aus Taiwan – nicht mehr nur aus Japan. Aber interessant finde ich trotzdem vieles, und ich habe zumindest versucht, mir einen Überblick zu verschaffen. Also, auf geht’s:

Taiwan Boardgame Design (TBD) ist, wie das auch bei Japon Brand der Fall ist, ein Zusammenschluss von taiwanischen Verlagen, die einen gemeinsamen Stand in Essen betreiben (5-C122). Aus diesem Stand sind in den letzten Jahren immer wieder Perlen hervorgetreten, und ein genauerer Blick lohnt allemal. In diesem Jahr sind gefühlt mehr große Spiele dabei als in den letzten (ich selbst stehe ja mehr auf kleinere Sachen, und mein Budget reicht auch kaum dafür, mehrere größere Sachen zu kaufen). Aber auch für die großen Schachteln finden sich ja immer viele Interessent*innen, also wollen wir mal gucken:
Am meisten lockt mich persönlich Dice Fishing (€18) von Satoru Nakamura, obwohl ich ja eigentlich gar kein so großer Würfelspieler bin. Es gibt eine Art Versteigerungsmechanismus, bei der man damit bietet, mit wie wenigen Würfeln man ein bestimmtes Ergebnis erreichen zu können glaubt. Bei Push Your Luck werde ich leicht schwach, solche Spiele mag ich einfach. Dice Fishing erscheint bei Homosapiens Lab. Cat Rescue von Ta-Te Wu erscheint bei Sunrise Tornado Studio und ist in zwei Versionen erhältlich, einer kompakt eingetüteten für €8 und einer schicken mit Schachtel für €13. Es ist ein kooperatives Spiel, bei dem man streunende Katzen versorgt, in ein Tierheim bringt und dann zur Adoption vermittelt. Wer es vorbestellt, bekommt noch einen rosa Katzenmeeple dazu. Auch Zong-Hua Yangs Spiel mit dem schlichten Namen Taiwan (Good Game Studio, €42) zieht mich an, obwohl es mir am Ende wahrscheinlich zu groß sein wird. Aber immerhin geht es um die Entwicklung Taiwans nach dem zweiten Weltkrieg, und ein Spiel aus Taiwan über Taiwan finde ich natürlich spannend, weil ich selbst mal zwei Jahre dort gewohnt habe. Das sind so die Sachen, die mich am meisten interessieren, aber das ist noch lange nicht alles, was es am TBD-Stand zu entdecken geben wird. Wer mehr über die vielen anderen Spiele wissen will, kann sich auf der Vorbestellungsseite umsehen, wo es auch noch ein paar Spiele aus dem letzten Jahr zu ergattern gibt. Drei Tage im Oktober – die Messevorschau 2018 (Teil 2) weiterlesen