Messevorschau 2019: Korea (Teil 1)

Auch aus Korea kommen wieder so viele Neuheiten, dass ich sie nicht alle in einen Artikel stopfen kann. Den Anfang mache ich hier, der Rest kommt später.

KOREA

Mandoo Games (5-A107) ist ein guter Beleg dafür, dass Spiele europäischer Autor*innen mittlerweile immer öfter zuerst im Ausland erscheinen. Im Portfolio von Mandoo sind Spiele koreanischer Autor*innen in diesem Jahr deutlich in der Minderheit. Aber nicht nur deshalb wird Mandoo sicherlich dieses Jahr viel Beachtung finden. Queenz (€28/€40) von Bruno Cathala und Johannes Goupy war bei uns nicht ganz so gut angekommen, aber ich scheine da in der Minderheit zu sein, denn sowohl der Dice Tower als auch Eric Martin haben es sehr wohlwollend besprochen. Verlasst Euch da also nicht nur auf mich. Ich vermute, dass Queenz das Zugpferd des Messevorschau 2019: KoreaVerlages sein soll, denn sie bieten gleich zwei verschieden ausgestatte Versionen an. Lustig klingt für mich No Swap No Pay! (€17) von Olivier Cipière. Pirat*innen teilen die Beute auf. Dabei tauscht man allerdings ständig seinen Beutesack mit dem anderer Leute, die das nur gegen Bezahlung ablehnen dürfen. Dieses Spiel scheint ganz meine Kragenweite zu sein und steht schon mal ziemlich weit oben auf meiner Wunschliste. In Kushi Express (€17) von Yohan Goh müssen die Spieler*innen möglichst schnell die geforderten Grillspieße zusammenstecken. Um Geschwindigkeit geht’s auch in Cocobanana (€12), allerdings müssen man sich mit einer Kokosnussschale dagegen zur Wehr setzen, dass andere einen mit einer Plastikbanane hauen. Klingt bekloppt, ist aber von Roberto Fraga, und der ist immer für eine Überraschung gut, finde ich. Dann gibt es noch eine Neuauflage von Kevin Kims Paper Safari (€8), einem einfachen Kartenspiel, bei dem man versuchen muss, den Wert seiner Kartenauslage zu minimieren. Das hatte ich in Nürnberg schon gesehen und bin gespannt, wie es sich entwickelt hat. Auch Leo Colovinis Castello Methoni (€30) ist eine Neuauflage eines älteren Spiels, nämlich von Mauerbauer, das ja auch in Deutschland schon recht bekannt geworden ist. Ich kenne es noch nicht, kann also auch eventuelle Veränderungen nicht gut beurteilen.

Korea Boardgames (2B-126) kommt dieses Jahr mit drei Spielen nach Essen. Zuerst einmal ist da Mine Deeper (€26) von Jonathan Lee zu nennen, dessen Titel sich nicht zufällig dem alten Windows-Solitärspiel Mine Sweeper klingt. Zwischen den beiden Spieler*innen steht eine gitterartige Wand, deren eigene Seite man zu Beginn des Spiels mit fünf Juwelen und Füllmaterial bestückt. Wer dran ist, drückt in ein Fach hinein und schiebt dadurch die Füllung auf der anderen Seite herausschiebt. Gelbe Füllsteine zeigen dabei an, dass sie einem, schwarze, dass sie zwei Juwelen benachbart sind. Wer die fünf gegnerischen Juwelen zuerst findet, gewinnt. Die anderen Messevorschau 2019: Koreabeiden KBG-Spiele sind Kinderspiele: In Firefly Dance (€28) von Josep M. Allué zieht man eine Fee durch die Reihen der tanzenden Glühwürmchen. Wenn sie ein Glühwürmchen mit ihrem Zauberstab berührt, leuchtet es auf. Dann muss man das andere Glühwürmchen der gleichen Farbe finden und bekommt im Erfolgsfall einen Edelstein – und vertauscht die Position zweier Glühwürmchen auf dem Spielfeld. Um zu gewinnen, muss man sich also gut merken können, wo welches Glühwürmchen steckt. Auch für Cat & Mouse (€18) von Jim Winslow braucht man ein gutes Gedächtnis. Die Mäuse feiern eine Party auf dem Käse, aber dann kommt die Katze und verdirbt ihnen den Spaß. Die Mäuse verstecken sich unter Eimern, und sie müssen durch Löcher in ihrer Farbe entkommen. Die Spieler*innen verschieben die Eimer so über die Löcher, dass die Mäuse unten herauspurzeln. Wenn eine Maus der richtigen Farbe zum Vorschein kommt, darf man den Eimer behalten, und wer am meisten Eimer bekommt, gewinnt.

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung durch die Rechte-Inhaber*innen.

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