Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 4/2020

Argentinien

Hierzulande scheinen Sammelkartenspiele ja eher der Vergangenheit anzugehören – zumindest habe ich länger nichts davon gehört, dass da neue Sachen erschienen wären. In Lateinamerika ist das anders, wie man am Beispiel von Indommus: Reyes Destronados aus Argentinien sehen kann. Immerhin geht es einen eigenen Weg; die Karten sind in den Boostern gleich häufig enthalten. Die „Seltenheit“ verschiedener Karten wird nur dadurch ausgedrückt, wie oft man sie in sein Deck mischen darf. Indommus ist ein Spiel für zwei Leute. Mit Ressourcenkarten (die von einem separaten Deck kommen) bringt man andere Karten ins Spiel, bekämpft einander und verliert, wenn man entweder keine Lebenspunkte mehr hat, oder wenn man eine Karte vom eigenen Deck ziehen muss und keine mehr hat. Von Indommus gibt es bisher ein Grundspiel und zwei Boosterserien. Die Autoren sind Adrián Carnevale und Santiago Grinblat.

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 3/2021

Argentinien

Der Name Memes vs 100cia mag erstmal seltsam wirken, bis man versteht, dass das „Memes gegen Wissenschaft“ bedeutet (und der Titel eines Spiels von Nicolás Fernández ist). Das Spiel besteht aus Meme- und Trollkarten, die man für seine Zwecke auszunutzen beziehungsweise auszuschalten versucht. Ausgeschaltete Meme-Karten dreht man nämlich um, und auf der Rückseite sind Sterne (Siegpunkte), die man sammeln möchte. Leider kann es sein, dass finstere Trolle bereits ausgeschaltete Memes wieder in Umlauf bringen. Die Spieler:innen spielen verschiedene Wissenschaftler:innen und können deren spezielle Fähigkeiten nutzen, um sich gegen die Auswüchse der Internetkultur durchzusetzen. Illustriert wurde Memes vs. 100cia von Veronica Vallejo, und der Verlag heißt Neptuno Games.

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Die Spieleszene und ihr Umgang mit rassistischen Äußerungen

Vor einem halben Jahr habe ich hier drauf hingewiesen, dass auch deutsche Verlage und Autor:innen ein Auge auf die Verwerfungen im US-Markt haben müssten, um dort weiterhin ihre Spiele verkaufen zu können. Das führte zu hitzigen Diskussionen (oft weg vom eigentlichen Thema). Nun ist es wieder hochgekocht, aber auf eine ganz andere Weise als ich erwartet hatte. Mir war es ja um die Spielinhalte gegangen, weniger um die Personen dahinter. Die Spieleszene und ihr Umgang mit rassistischen Äußerungen weiterlesen

Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 2/2021

Ich hab mich etwas rar gemacht, was zum Teil auch an Computerproblemen lag. Ich hoffe, es läuft jetzt wieder glatter. Zum Recherchieren hatte ich aber leider kaum Zeit, daher gibt es auch wieder nur ein kurzes Update.

Argentinien

La Maldición: Héroes de Lorthar (Der Fluch: Helden von Lorthar) ist ein Kartenspiel, bei dem man versucht, seine Fluchkarte loszuwerden – wer das zuerst schafft, gewinnt. Die genauen Regeln kenne ich nicht, aber es gibt verschiedene Spielmodi – 1 gegen 1, alle gegen alle, und ein Teamspiel. Die Karten sind im Comicstil gehalten und von den Autoren Cristian Squitieri und Ricardo Iassogna illustriert.

Update: Gerade habe ich doch noch einen Link zu einer Website bekommen, wo es auch die Regeln gibt. 
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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 1/2021

Willkommen im Jahr 2021. Es scheint ja eine gewisse Hoffnung zu geben, dass jetzt alles besser wird, aber ob sich das wirklich an so einem Jahreswechsel festmachen lässt, wage ich eher zu bezweifeln. Naja, ein bisschen Optimistismus schadet ja nicht. Und so gucke ich auch in diesem Jahr wieder auf die Spieleszenen in Lateinamerika. Wenn nichts dazwischenkommt, wieder jeweils am ersten und dritten Montag im Monat. Je nachdem, wie viel Zeit ich zum Recherchieren habe, wird das mal mehr und mal weniger umfangreich ausfallen. Heute eher weniger, denn ich habe über Weihnachten und Neujahr Pause gemacht. Muss auch mal sein.

Argentinien

Silvina Fontenla war schon in meinem ersten Artikel über argentinische Spiele gemeinsam mit Joel Pellegrino Hotham als Autorin aufgetreten. Jetzt ist ihr (meines Wissens) erstes allein entwickeltes Spiel auf den Markt gekommen, nämlich Candyshop. Es ist ein simples Spiel, bei dem es darum geht, die meisten Süßigkeiten einzusammeln. Auf dem Tisch liegen verdeckte quadratische Plättchen, deren Seiten jeweils den bis zu vier Spieler*innen zugeordnet sind. Wer dran ist, kann eins davon aufdecken und nach Belieben drehen, anschließend nehmen sich alle die Süßigkeitenchips, die auf der ihnen zugewandten Seite abgebildet sind (das sind unterschiedlich viele und in unterschiedlichen Farben, sodass man sich durch geschicktes Drehen Vorteile verschaffen kann). Die Chips kann man im Laufe des Spiels gegen Siegpunktkarten eintauschen, die außerdem noch beim Erwerb weiterer Karten hilfreich sind; wer das allerdings tut, kann kein Plättchen aufdecken. Candyshop ist bei juegosdemesa.com.ar erschienen und von der Autorin selbst illustriert worden.

Brasilien

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Drei neue Fälle für MicroMacro

Eigentlich mache ich mit meinem Blog ja immer eine Weihnachtspause, um mal ein bisschen Ruhe zu haben. Aber ich kann jetzt doch nicht an mich halten. Schließlich hatte ich hier vor Kurzem noch berichtet, mit MicroMacro schon durch zu sein und nun auf die nächste Ausgabe warten zu müssen. Aber dann hat sich unsere Elfjährige für zwei Tage in ihr Zimmer eingeschlossen und mich zu Weihnachten hiermit überrascht:

MicroMacro (Marke Eigenbau)

Tja, was soll ich sagen? Vielleicht einfach, dass ich auf niemanden neidisch bin, der derzeit Fotos von ganzen Türmen zu Weihnachten geschenkter Spiele postet. Denn das hier hab nur ich gekriegt. 🙂

Alle mal gut herhören: Es gibt wieder Beeple-Radio

Bevor ich mich bis irgendwann im Januar in meine Weihnachtspause begebe, kommt hier noch eine Ankündigung in eigener Sache. Da unser Radioprogramm zur Spiel Digital viel Anklang gefunden hatte und wir verschiedentlich hörten, dass ohne das Beeple-Frühstücksradio der Kaffee nicht mehr schmeckt, haben wir uns gedacht, dass wir ja neben dem regelmäßigen Beeple-Talk auch gelegentlich mal außer der Reihe auf Sendung gehen könnten. Hier kommen zwei Termine, die Ihr Euch vormerken könnt:

Sonntag, 27.12.2020, 10:00 Uhr
Freitag, 1.1.2021, 14:00 Uhr

Was erwartet Euch? Einige der beliebtesten Stars aus dem Beeple-Netzwerk unterhalten sich über das Spielejahr 2020 und darüber, was sie über Weihnachten beziehungsweise Silvester gespielt haben. Außerdem gibt es eine Ankündigung. Und dann sehen wir mal, was uns sonst noch so einfällt. Am 27. Dezember bin ich selbst mit dabei, am 1. Januar übernimmt dann ein (teilweise) anderes Team. Hört gern mal rein. Der Link zu den  Sendungen ist dann hier.

Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 22/2020

Argentinien

In Argentinien gibt es einen neuen Verlag namens Yovosgalo, der bisher zwei abstrakte Spiele in ansprechender Optik herausgebracht hat. Das ist einmal Daiku, das aus einem großen Spielfeld und je 27 Kugeln in schwarz und weiß besteht. Ziel ist es, aus den Steinen der eigenen Farbe drei Neunergruppen auf dem Spielfeld zu versammeln (das Spielfeld hat neun Sektoren zu drei mal drei Feldern). Abwechselnd setzt man Kugeln ein und bewegt sie dann, wobei man in manchen Phasen des Spiels seine eigenen, in anderen die gegnerischen Kugeln einsetzt.

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Die kriminellste Stadt der Welt liegt in…

…unserem Wohnzimmer auf dem Tisch.

Manchmal erzählen Leute was über Spiele, die sie eigentlich mögen wollten, aber dann doch nicht mochten. Mir ging es kürzlich andersrum, und zwar mit MicroMacro: Crime City. Das coole Marketing (etliche Blogger*innen kriegten häppchenweise Postkarten mit Stadtplansegmenten zugeschickt) hatte ich amüsant gefunden, dann den Beispielfall im Netz gespielt und mich davon kurzzeitig unterhalten gefühlt, das Spiel aber hinterher in die „Belanglos“-Schublade einsortiert. Es hatte mich einfach nicht gepackt und ich wollte es nicht mögen. Aber dann sprach ich mit meinem Freund, der es fast durch hatte und mir anbot, mir sein durchgespieltes Exemplar anschließend zu schicken, und das habe ich dann doch angenommen, weil einige Leute schrieben, dass ihre Kinder so drauf abfahren würde. Und Kinder hab ich ja auch. Und dann…

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