Schlapplachen mit der Elefantenrunde

Vor ein paar Jahren habe ich mal bei einer sogenannten Blogparade mitgemacht. Das war ne ganz lustige Aktion gewesen, und als neulich mal wieder eine Einladung zu so etwas reingeflattert kam, dachte ich mir, ich könnte ja wieder mitmachen. Diesmal geht es um die folgende Frage: „Mit welcher/n berühmten Persönlichkeit/en (egal ob tot oder lebendig) würdet ihr gerne mal spielen und was käme auf den Tisch?“ Schlapplachen mit der Elefantenrunde weiterlesen

Hanamikoji Reloaded

Wenn irgendwo Listen der besten Zweiterspiele aufgestellt werden, ist Hanamikoji meist nicht weit. Und das zu Recht, wie ich schon vor einigen Jahren hier geschrieben hatte. Braucht ein solches Spiel eine Fortsetzung? Oder Erweiterungen? Eigentlich nicht. Aber heutzutage ist es eben üblich, dass erfolgreiche Konzepte weiter ausgebaut werden. Und so startet dieser Tage eine Crowdfunding-Kampagne für Hanamikoji: Geisha‘s Road. Ich habe von EmperorS4 vorab das Gesamtpaket zugeschickt bekommen und auch schon fleißig gespielt. Was ich davon halte, erfahrt Ihr hier.

Neues Schachteldesign

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Die SAZ ist 30 Jahre alt

Die Messe ist vorbei und ich konnte leider bis auf einen Abstecher zur Spiel Digital (dazu mehr hier) nicht dabei sein. Das hat mich etwas wehmütig gemacht, aber mir auch eine Menge Arbeit auf meinem Blog erspart, weil ich ja sonst immer versucht habe, schon im Vorfeld alle möglichen Spiele aus fernen Ländern vorzurstellen. Das fiel diesmal weg, und es war trotz der Wehmut eine entspannte Zeit für mich. Ich habe jetzt auch keinen riesigen Haufen Spiele in die Finger bekommen (bisher nur das wunderbare Spiel Salvage – ein paar weitere Sachen werden dank der freundlichen Hilfe einiger Leute noch hier ankommen, darauf freue ich mich auch). Daher kann ich auch nicht viel über Highlights oder sowas sagen. Aber über ein Thema kann ich auch ohne persönliche Anwesenheit was schreiben, nämlich dass die SAZ auf der Messe 30 Jahre alt geworden ist.
Dass die SAZ eine Interessenvertretung von Spieleautor:innen ist, wissen wahrscheinlich viele von Euch. Aber was bedeutet das eigentlich konkret? Was bringt es, da Mitglied zu sein? Können nur Leute eintreten, von denen schon was veröffentlicht wurde?

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Die Spiel Digital 2021

Letztes Jahr konnte die Spiel Digital trotz einiger Probleme den Schmerz über die ausgefallene Präsenzmesse zumindest ein bisschen betäuben. Damals hieß es, die Investitionen in die Plattform würden sich eh nur rentieren, wenn sie auch in zukünftigen Jahren genutzt würde. Kurz durften wir also davon träumen, dass auch Leute, die nicht nach Essen reisen können, ein paar Möglichkeiten haben würden, sich zugehörig zu fühlen. Die Präsenz vieler Verlage aus Übersee war eine tolle Sache, an die ich mich gern erinnere.
In diesem Jahr wurde die Teilnahme an der Spiel Digital auf die Verlage begrenzt, die auch einen Präsenzstand gebucht hatten. Dafür mag es Gründe geben, aber es war eigentlich gleich klar, dass kaum ein Verlag genügend Kapazitäten haben würde, beides gleichzeitig zu stemmen. Das hat sich nun bewahrheitet. Die Spiel Digital findet praktisch nicht statt. Ich habe mich gerade mal durch sämtliche Verlagsstände durchgeklickt. Hier sind ein paar Screenshots:

So ungefähr sehen weite Teile der Verlagsübersicht aus.

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Das Beeple-Radio ist wieder da

Letztes Jahr hat Beeple viel Lob für unsere Berichterstattung von der Spiel Digital eingeheimst, das hat uns gefreut. Dieses Jahr war es nicht möglich, etwas ebenso Umfangreiches auf die Beine zu stellen. Die Spiel Digital ist ja dieses Jahr auch nur ein kleiner Teil der Gesamtveranstaltung, viele von Euch werden auf der Messe selbst sein. Daher gibt es dieses Jahr ein inoffizielles Messeradio mit einer Reihe von Sendungen rund um die Messe, die Ihr Euch jederzeit herunterladen könnt. Die ersten Sachen sind gestern online gegangen, in den nächsten Tagen folgen nach und nach weitere, damit Ihr Euch in Messestimmung bringen könnt. Ein paar Livesendungen von und zur Messe sind dann ab Mittwochabend geplant. Wir hoffen, Ihr hört mal rein.

Leider konnte ich diesmal nur eine Sendung beisteuern, nämlich ein Interview mit Victor Hugo Cisternas, einem der Autoren von Mazescape (und einer Reihe anderer Spiele). Das  (auf Englisch) geführte Interview ist schon online, Ihr findet es hier.

Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 14/2021

Trotz bevorstehender Messe habe ich heute wieder von ein paar neuen lateinamerikanischer Spiele zu berichten. Die Spielewelt steht halt nicht still, nur weil ich mal weniger Zeit zum Bloggen habe. Und nach Essen kann ich leider dieses Jahr sowieso nicht selbst fahren. Also:

Argentinien

El Gran Asado bedeutet so etwas wie die große Grillparty. Im gleichnamigen Spiel geht es darum, das richtige Essen zusammenzubekommen und gleichzeitig noch genügend Geld übrigzuhaben. Auf dem Tisch liegen Ressourcenmarker in verschiedenen Verarbeitungsstufen. Im Laufe des Spiels muss man zum Beispiel aus Weizen erstmal Mehl machen und daraus dann Brot. Am Ende braucht man Brot, Wein und ein Steak sowie 1000 Dollar. Um das Geld zusammenzukriegen, muss man vor allem Rohstoffe oder fertige Produkte verkaufen, aber man kann auch diverse Aktionskarten einsetzen, um anderen ihr Geld abzuknöpfen oder ihnen anderweitig in die Suppe zu spucken. El Gran Asado stammt von Juan Ray, der seinen Verlag Rayco genannt hat. Die Illustrationen sind von Gonzalo Fernandez.

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Big Boss – ein katarisches Spiel in Essen

Bis vor Kurzem habe ich beim Thema Katar eher nicht als allererstes an Spiele gedacht (wenn wir mal von Fußball absehen). Aber Ihr kennt mich ja: Ich gehe gerne genau da hin, wo es Überraschungen zu erleben gibt. Und kürzlich habe ich erfahren, dass dieses Jahr auf der Messe in Essen ein kleiner Verlag aus Katar vertreten sein wird, um sein Spiel Big Boss vorzustellen. Also habe ich mich mit Autor und Verleger Abdulrahman Al-Homaid in Verbindung gesetzt und ihm ein paar Fragen geschickt, die er mir netterweise ausführlich beantwortet hat.

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 13/2021

Meinen alten Rhythmus mit einem Neuheitenüberblick alle zwei Wochen halte ich derzeit nicht durch. Ich poste jetzt was, wenn’s passt.

Brasilien

Die größte reine Spieleveranstaltung Lateinamerikas heißt Diversão Offline (DOFF), also Offline-Spaß. Was macht man aber nun, wenn das Ganze pandemiebedingt nicht offline stattfinden kann? Klar, man verlegt es ins Netz. Also Offline-Spaß online. Das Ganze nannte sich dann DOFF Day und fand am vorletzten Wochenende statt. Vor allem war da eine längere Reihe von Video-Liveschaltungen (vor allem Diskussionen und Ankündigungen), für die mein portugiesisches Hörverstehen leider nicht ausreichte. Deshalb habe ich mich im anderen Teil umgesehen, nämlich einem kleinen, aber feinen Discord-Kanal, in dem sich einige Verlage präsentiert haben. Ich bin dann bei TGM Editora gelandet, einem Verlag, der Euch aus diesem Blog schon bekannt sein könnte. Dort konnte ich auf Tabletopia zwei Spiele ausprobieren, die mich ohnehin interessiert hatten, nämlich Dogodash von Talita Rhein und Sirvam o Rei von Joshua Kritz. Beide haben mir Spaß gemacht.
Talita Rhein, die Autorin von Dogodash, lebt in Deutschland und hat letztes Jahr die erste Auflage hierzulande mit einer Kickstarter-Kampagne finanziert. Jetzt ist es erstmals auch in Brasilien erschienen. Es ist ein sehr simples Kartenspiel, bei dem man gleichzeitig Karten auslegt und je nachdem, wie gut man die anderen einschätzen kann, die ausgespielten Karten als Punkte einsammelt. Viel Strategie gibt es nicht, das spielt man so locker runter (live sicher noch besser als auf Tabletopia).

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Kampf um (oder gegen?) die Wissenschaft

In diesem Blog gibt es ja eher selten was über sogenannte Kennerspiele zu lesen, aber ich mache heute mal ne Ausnahme, denn ich habe Belaad: The Land of Swords and Quills mittlerweile zu dritt, viert und fünft gespielt und es hat mir so gut gefallen, dass ich es mal empfehlen möchte. Ich hatte es letztes Jahr auf der Spiel Digital kennengelernt und dann die Gelegenheit gehabt, es mir aus dem Iran mitbringen zu lassen. Wenn Ihr Ähnliches vorhabt, solltet Ihr darauf gefasst sein, dass das durch seine opulente Ausstattung eine ziemlich schwere Kiste ist. Aber ich finde, es lohnt sich.

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Mazescape: Verloren im gläsernen Labyrinth

In Pandemiezeiten habe ich vielleicht mehr Solospiele gespielt als in meinem restlichen Leben zusammen. Ich mache sowas eigentlich nur, wenn mir derlei Spiele mehr oder weniger zufällig in die Hände fallen, da Interaktion für mich zu den wichtigsten Qualitäten von Spielen gehört. Andererseits bin ich ein neugieriger Mensch und probiere gern neue Sachen aus. In den letzten Monaten, in denen meine gewohnten Spielerunden nahezu gar nicht stattfinden konnten und meine Familie das nicht völlig auffangen konnte, trug es sich nun zu, dass mir einige Solospiele zukamen. Zuletzt waren das die ersten beiden Ausgaben von Mazescape von Pablo Céspedes und Victor Hugo Cisternas. Die beiden sind in der chilenischen Spieleszene ziemlich sichtbar, ich hatte schon ein paar ihrer Spiele ausprobieren und sie vor einigen Jahren auch in Essen kennenlernen können. Victor war so freundlich, mir die Spiele frisch aus der Druckerpresse zuzuschicken. Was ich damit erlebt habe, erzähle ich Euch jetzt.

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