Archiv der Kategorie: Neues aus Lateinamerika

Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 8/2021

Argentinien

Caracoles heißt auf Deutsch Schnecken, ist aber auch der Name eines Zweierspiels, das jüngst in Argentinien erschienen ist. Darin wollen zwei Schnecken in einem japanischen Dorffest das beste Essen abgreifen. Dazu müssen sie ihre Schleimspur auf möglichst punktereichen Nahrungstäfelchen hinterlassen, aus denen das Spielfeld variabel zusammengesetzt ist. Die Bewegung wird mit einem Satz Karten durchgeführt. Und dann gibt es da auch noch einen „Salmurai“ („Salzmurai“), dem man tunlichst aus dem Weg gehen sollte.
Caracoles stammt von Sebastian Benitez und ist von Nino Mancinelli illustriert worden. Das Spielmaterial ist überwiegend aus Holz, und der (Eigen-)Verlag heißt Azteca.

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 7/2021

Der zweite Teil meines Kamerun-Berichts lässt leider noch ein wenig auf sich warten. Aber aus Lateinamerika habe ich wegen der Osterpause auch länger nicht berichtet, und da hat sich so einiges angesammelt.

Argentinien

Gleich drei neue Spiele von Martin Oddino hat der Verlag mit dem schönen Namen RunDOS Studio für Mitte Juni angekündigt und nimmt ab sofort Vorbestellungen dafür an. El Valle Secreto, das erste der drei, führt uns in verborgenes Tal. Ein paar nomadische Stämme haben lange nach diesem gesucht und wollen sich dort nun ansiedeln. Das Tal wird auf aus Karten auf dem Tisch ausgelegt und mit Häuschen bestückt. Dafür gibt es dann je nach Zustand der Gesamtauslage und je nach Text auf der Karte Punkte. Wer am Ende das geheimnisvolle Tal am ertragreichsten besiedelt hat, gewinnt.

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 6/2021

Brasilien

Hunde haben es manchmal schwer im Leben, besonders dann, wenn die Herrschaft über ihre Stadt von skrupellosen Katzen übernommen wurde. Aber nun haben sich verschiedene Hundebanden zusammengeschlossen, um gleich mehrfach die Bank von Meow City auszurauben.
Das Spiel ist eine Serie von acht Banküberfällen. In jeder Runde steuert man eine Hundekarte zum Überfallkommando bei, das dadurch jeweils unterschiedlich zusammengesetzt ist. Die verschiedenen Hundekarten haben verschiedene Fähigkeiten, die sich auf das Stehlen und das Verteilen der Beute auswirken. Ist allerdings eine Katzenspionin eingeschleust worden, geht die ganze Bande leer aus. Wer am Ende die größte Beute eingesackt hat, gewinnt. Dogs‘ Day stammt von Sergio Halaban, wurde von Rafael Gandine illustriert und ist bei Geeks N‘ Orcs erschienen.

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 5/2021

Brasilien

Ziemlich viel Aufmerksamkeit hat die Ankündigung von Jogos da Estrela ausgelöst, eine Premium-Spielereihe ins Programm aufzunehmen. Dazu muss man wissen, dass Estrela einer der ganz großen Spielzeughersteller in Brasilien ist, der aber im Spielesektor bisher nur durch absolute Massenmarktspiele wie Cluedo oder Monopoly aufgefallen ist. Diese sind dafür aber auch außerhalb spezialisierter Spieleläden zu finden. Mit der Premiumreihe sollen jetzt zunächst drei Autorenspiele verlegt werden. Die Startauflage von 5000 Stück ist für brasilianische Verhältnisse ziemlich beeindruckend, und man darf gespannt sein, ob das Konzept aufgeht, modernere Spiele in den Massenmarkt hineinzuschleusen; das wäre sicherlich ein gehöriger Fortschritt.

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 4/2021

Argentinien

Hierzulande scheinen Sammelkartenspiele ja eher der Vergangenheit anzugehören – zumindest habe ich länger nichts davon gehört, dass da neue Sachen erschienen wären. In Lateinamerika ist das anders, wie man am Beispiel von Indommus: Reyes Destronados aus Argentinien sehen kann. Immerhin geht es einen eigenen Weg; die Karten sind in den Boostern gleich häufig enthalten. Die „Seltenheit“ verschiedener Karten wird nur dadurch ausgedrückt, wie oft man sie in sein Deck mischen darf. Indommus ist ein Spiel für zwei Leute. Mit Ressourcenkarten (die von einem separaten Deck kommen) bringt man andere Karten ins Spiel, bekämpft einander und verliert, wenn man entweder keine Lebenspunkte mehr hat, oder wenn man eine Karte vom eigenen Deck ziehen muss und keine mehr hat. Von Indommus gibt es bisher ein Grundspiel und zwei Boosterserien. Die Autoren sind Adrián Carnevale und Santiago Grinblat.

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 3/2021

Argentinien

Der Name Memes vs 100cia mag erstmal seltsam wirken, bis man versteht, dass das „Memes gegen Wissenschaft“ bedeutet (und der Titel eines Spiels von Nicolás Fernández ist). Das Spiel besteht aus Meme- und Trollkarten, die man für seine Zwecke auszunutzen beziehungsweise auszuschalten versucht. Ausgeschaltete Meme-Karten dreht man nämlich um, und auf der Rückseite sind Sterne (Siegpunkte), die man sammeln möchte. Leider kann es sein, dass finstere Trolle bereits ausgeschaltete Memes wieder in Umlauf bringen. Die Spieler:innen spielen verschiedene Wissenschaftler:innen und können deren spezielle Fähigkeiten nutzen, um sich gegen die Auswüchse der Internetkultur durchzusetzen. Illustriert wurde Memes vs. 100cia von Veronica Vallejo, und der Verlag heißt Neptuno Games.

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 2/2021

Ich hab mich etwas rar gemacht, was zum Teil auch an Computerproblemen lag. Ich hoffe, es läuft jetzt wieder glatter. Zum Recherchieren hatte ich aber leider kaum Zeit, daher gibt es auch wieder nur ein kurzes Update.

Argentinien

La Maldición: Héroes de Lorthar (Der Fluch: Helden von Lorthar) ist ein Kartenspiel, bei dem man versucht, seine Fluchkarte loszuwerden – wer das zuerst schafft, gewinnt. Die genauen Regeln kenne ich nicht, aber es gibt verschiedene Spielmodi – 1 gegen 1, alle gegen alle, und ein Teamspiel. Die Karten sind im Comicstil gehalten und von den Autoren Cristian Squitieri und Ricardo Iassogna illustriert.

Update: Gerade habe ich doch noch einen Link zu einer Website bekommen, wo es auch die Regeln gibt. 
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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 1/2021

Willkommen im Jahr 2021. Es scheint ja eine gewisse Hoffnung zu geben, dass jetzt alles besser wird, aber ob sich das wirklich an so einem Jahreswechsel festmachen lässt, wage ich eher zu bezweifeln. Naja, ein bisschen Optimistismus schadet ja nicht. Und so gucke ich auch in diesem Jahr wieder auf die Spieleszenen in Lateinamerika. Wenn nichts dazwischenkommt, wieder jeweils am ersten und dritten Montag im Monat. Je nachdem, wie viel Zeit ich zum Recherchieren habe, wird das mal mehr und mal weniger umfangreich ausfallen. Heute eher weniger, denn ich habe über Weihnachten und Neujahr Pause gemacht. Muss auch mal sein.

Argentinien

Silvina Fontenla war schon in meinem ersten Artikel über argentinische Spiele gemeinsam mit Joel Pellegrino Hotham als Autorin aufgetreten. Jetzt ist ihr (meines Wissens) erstes allein entwickeltes Spiel auf den Markt gekommen, nämlich Candyshop. Es ist ein simples Spiel, bei dem es darum geht, die meisten Süßigkeiten einzusammeln. Auf dem Tisch liegen verdeckte quadratische Plättchen, deren Seiten jeweils den bis zu vier Spieler*innen zugeordnet sind. Wer dran ist, kann eins davon aufdecken und nach Belieben drehen, anschließend nehmen sich alle die Süßigkeitenchips, die auf der ihnen zugewandten Seite abgebildet sind (das sind unterschiedlich viele und in unterschiedlichen Farben, sodass man sich durch geschicktes Drehen Vorteile verschaffen kann). Die Chips kann man im Laufe des Spiels gegen Siegpunktkarten eintauschen, die außerdem noch beim Erwerb weiterer Karten hilfreich sind; wer das allerdings tut, kann kein Plättchen aufdecken. Candyshop ist bei juegosdemesa.com.ar erschienen und von der Autorin selbst illustriert worden.

Brasilien

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 22/2020

Argentinien

In Argentinien gibt es einen neuen Verlag namens Yovosgalo, der bisher zwei abstrakte Spiele in ansprechender Optik herausgebracht hat. Das ist einmal Daiku, das aus einem großen Spielfeld und je 27 Kugeln in schwarz und weiß besteht. Ziel ist es, aus den Steinen der eigenen Farbe drei Neunergruppen auf dem Spielfeld zu versammeln (das Spielfeld hat neun Sektoren zu drei mal drei Feldern). Abwechselnd setzt man Kugeln ein und bewegt sie dann, wobei man in manchen Phasen des Spiels seine eigenen, in anderen die gegnerischen Kugeln einsetzt.

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 21/2020

Bolivien

Bolivien war bisher für mich ein nahezu weißer Fleck auf der Spiele-Landkarte gewesen. Aber das hat sich nun endlich geändert, weil ich auf Daniel Zeballos Olmos und seinen Verlag Lqpl gestoßen bin, der kürzlich seine beiden ersten Spiele veröffentlicht hat. In beiden geht es um Schlachten aus der Geschichte Boliviens. Da ist zum Beispiel Batalla de Calama, benannt nach der ersten Schlacht im Salpeterkrieg (1879 bis 1884) zwischen Chile auf der einen sowie Peru und Bolivien auf der anderen Seite. Von diesem Krieg konntet Ihr in diesem Blog ja sogar schon mal was lesen. In besagter Schlacht jedenfalls griff eine zahlenmäßig weit überlegene chilenische Streitmacht eine bolivianische Truppe nahe der Stadt Calama an. Nachspielen lässt es sich mit einem simplen, würfelbasierten Kampfsystem, das laut Verlag schon für Siebenjährige funktioniert. Es lässt sich in verschiedenen Schwierigkeitsstufen spielen, was durch die Kräfteverhältnisse ausgedrückt wird.

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