Archiv der Kategorie: In eigener Sache

Kleines Spielequiz, Teil 1

Nach reichlich langer Wartezeit ist mein Spiel Mission Impractical nun endlich auch in Deutschland im Handel angekommen und sollte in jedem Spieleladen bestellbar sein. Darüber freue ich mich sehr. Da es natürlich jetzt nicht mehr so richtig zu den viel beachteten Neuheiten gehört, dachte ich mir, dass ich mal ein bisschen die Werbetrommel rühren könnte, indem ich ein Gewinnspiel starte. Hier könnt Ihr eins von zwei Exemplaren des Spiels gewinnen. Vorher müsst Ihr allerdings noch ein bisschen Schwerstarbeit leisten. Wir sind ja hier nicht im Kindergarten.

Mission Impractical. Erkennt man sofort, oder?

Apropos Kindergarten: In der Frühzeit dieses Blogs hatte ich hier mal ein Bild gepostet, das meine zu der Zeit sechsjährige Tochter im Kindergarten gemalt hatte. Damals kriegte ich schon als Kommentar zu lesen, sowas sollte ich doch öfter mal machen. Mittlerweile haben sich eine ganze Menge Bilder angesammelt, die sie und ihre drei Jahre ältere Schwester gemalt haben. Zum Teil geht es um Spielecover, in einigen Fällen aber auch um Spielmaterial. Da habe ich mir gedacht, ich mache mal ein kleines Quiz daraus. Ich poste also ab heute eine Woche lang jeden Abend ein paar Spielebilder, die meine Kinder gemalt haben. Dann habt Ihr bis zum 25. Februar Zeit, mir eine Mail an die Adresse gamenews / at / lidude.net zu schreiben und mir mitzuteilen, welche Spiele abgebildet sind. Mir ist klar, dass hier alles dabei ist – von leicht zu erkennenden Bestsellern bis hin zu wirklich harten Nüssen. Meine Kinder haben einfach gemalt, worauf sie Lust hatten, ich habe da keinen Einfluss genommen. Seid also nicht frustriert, wenn Ihr nicht alles herausfindet – Ihr könnt trotzdem gewinnen. In einigen Fällen könnte natürlich auch ein Blick in die Rezensionen in diesem Blog weiterhelfen.

Wer am meisten Spiele identifizieren kann, gewinnt ein Exemplar von Mission Impractical mit Erweiterung. Bei einem Gleichstand lose ich unter denjenigen aus, die die meisten richtigen Lösungen eingeschickt haben. Ein zweites Exemplar mit Erweiterung verlose ich unter allen anderen, die mitmachen. Von diesen werfe ich für jede korrekte Lösung ein Los in den Topf. Wie genau ich die Auslosung betreibe, weiß ich noch nicht, aber wahrscheinlich werde ich in irgendeiner Weise meine Kinder einbeziehen.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Wer mit meinen Kindern in persönlichem Kontakt steht, darf nicht mitmachen, ebensowenig mein KSK-Umfeld, das schon einige der Bilder kennt.
Nach der Auslosung schreibe ich die Gewinner*innen an und frage nach einer Postadresse. Wenn die sich dann nicht innerhalb einer Woche zurückmelden, behalte ich mir vor, das jeweilige Spiel neu zu verlosen beziehungsweise an die Person zu vergeben, die die zweitmeisten richtigen Lösungen eingeschickt hat. Ich werde weder die Email-Adressen noch die Postadressen über das Gewinnspiel hinaus speichern.

Und wenn Ihr nicht gewinnt, freue ich mich natürlich sehr darüber, wenn Ihr Euch das Spiel trotzdem zulegt. Die ersten Reaktionen im Netz sind sehr ordentlich, wie man an den Bewertungen auf Boardgamegeek oder auch in den Rezensionen auf DiceTower oder bei angespielt sehen kann. Wer es nicht in seinem oder ihren heimischen Laden findet, kann Mission Impractical zum Beispiel auch bei den Siegpunktsammlern bestellen.

So, genug gelabert: Hier kommen die ersten Bilder.

Bild 1

 

 

Bild 2
Bild 3

Morgen geht’s weiter. Ich freue mich natürlich auch, wenn Ihr das Gewinnspiel hier und da verlinkt. Likes für den Facebook-Auftritt von Du bist dran! sind auch sehr willkommen. Danke!

Link zum zweiten Teil
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Link zum siebten Teil

Vier Tage im Oktober – vom November aus betrachtet

Es ist vollbracht – ich bin aus Essen zurück, habe mich ausgeschlafen und bin wieder im Alltag angekommen. Es war eine wunderbare Reise, die ich trotz gelegentlichem Stress und viel Schlepperei total genossen habe. Hier kommt ein kleiner Bericht über ein paar Sachen, die ich in Essen gemacht habe (wer wissen will, was mich im Vorfeld interessiert hatte, kann hier anfangen zu lesen):

Mich am Erscheinen meiner eigenen Spiele freuen:

Nachdem ich schon gedacht hatte, dass ich irgendwie verflucht sei, waren meine Spiele Mission Impractical und Unmöglich!? endlich mal wie geplant erhältlich. Die Promo für Mission Impractical zwar erst ab Freitag, aber immerhin. Es gab dabei sehr nette Kontakte mit den Verlagen, auch neue. Mal sehen, was dabei noch herauskommt.

Essen

Neue Spiele kaufen:

Da habe ich mich ziemlich zurückgehalten. Gekauft habe ich Pandemic Legacy 2 und Pot de Vin, außerdem Tokyo Highway und Hatsuden. Es wäre noch eins mehr gewesen, wenn ich gewusst hätte, dass es Rocky Road a la Mode nur auf Vorbestellung gab. So weiß ich noch nicht, wie ich da mal drankommen soll. Pandemic Legacy habe ich bei Asmodee direkt gekauft und mich dafür brav angestellt (dauerte nicht sehr lange). Später erfuhr ich dann, dass ich es vielleicht anderswo noch billiger hätte kriegen können, aber da hätte ich viel Zeit mit Vergleichen verloren. Die war mir zu kostbar, also habe ich nichts bereut. Und da ich halt so wenig Sachen neu kaufe, fällt das insgesamt nicht so ins Gewicht.

Essen

Gebrauchte Spiele kaufen und tauschen:

Das habe ich in viel größerem Umfang gemacht. Über die Auktionen und den Massentausch bei Boardgamegeek kam viel zusammen. Ein paar Sachen, die ich schon länger mal haben wollte, anderes, was mir so erst aufgefallen war. Da sind sicherlich einige Perlen dabei, die ich dann in den nächsten Monaten entdecken kann. Trotzdem sollte ich diese Aktivitäten im nächsten Jahr etwas reduzieren, weil die Vorarbeit doch recht stressig war. Und stressen will ich mich in Zukunft ohnehin weniger.
(Ein Foto von den Spielen kann ich leider noch nicht präsentieren, die sind noch im Paket unterwegs – siehe weiter unten.)

Rezensionsexemplare abholen

Ich war vor der Messe von zwei Verlagen gefragt worden, ob ich ihre Spiele rezensieren könnte. Ich bin da immer ein wenig zurückhaltend, da ich mich nicht gern unter Druck setzen möchte, wann ich was schreibe. Mir ist es halt lieber, über Spiele zu schreiben, die ich sowieso spiele, als Spiele deshalb zu spielen, weil ich mich verpflichtet fühle, sie zu rezensieren. Wenn ich mit einem Spiel nichts anfangen kann, spiele ich es nur in seltenen Ausnahmefällen oft genug, um mir eine fundierte Meinung bilden zu können. Von mir aus spreche ich Verlage auch nur dann an, wenn ich die Wahrscheinlichkeit für hoch halte, dass ich das entsprechende Spiel auch mag. In Essen waren es diesmal zwei solche Spiele, die den Weg zu mir gefunden haben: Dream Catchers und Der Baum. Dream Catchers habe ich auch schon gespielt, allerdings war ich an dem Abend schon so müde, dass ich die Regeln gar nicht wirklich gut aufnehmen konnte. Dafür brauche ich etwas mehr Ruhe.
(Ein Foto von den Spielen kann ich leider noch nicht präsentieren, die sind noch im Paket unterwegs –  siehe weiter unten.)

Sonstige Spiele von Verlagen bekommen:

Das sind die Spiele, die nicht an Rezensionsanforderungen gekoppelt sind (obwohl ich sicher über einige davon was schreiben werde), sondern aus anderen Gründen in mein Gepäck gewandert sind. Danke dafür!

Sachen für andere besorgen und mir Sachen mitbringen lassen:

Vor einigen Jahren habe ich auf Boardgamegeek die Essen Mule List ins Leben gerufen. Das hat sich mittlerweile zu einer schönen Tradition entwickelt. Viele Leute kommen mit leeren Koffern nach Essen, und ich habe die Gelegenheit genutzt, mir Spiele aus Argentinien, Kolumbien und Malaysia mitbringen zu lassen, an die ich sonst nie herankommen würde. Dafür bin ich jetzt meinerseits fleißig dabei, Pakete in diverse Länder zu schicken, weil ich für eine ganze Reihe Leute Sachen in Essen eingekauft habe. Das ist eine einfache und schöne Art, jemanden glücklich zu machen, und auch diejenigen können sich an der Messe freuen, die nicht selbst hinfahren konnten.

Diese Sachen habe ich für andere Leute besorgt…
… und diese habe ich selbst mitgebracht bekommen (zwei aus Argentinien, zwei aus Brasilien, acht aus Kolumbien und ein Spiel aus Malaysia).

Sachen verschicken:

Als Bahnfahrer bin ich auf Paketdienst-Stand nahezu angewiesen. Ich fand 20 Euro einschließlich Packmaterial pro Riesenpaket (15-25 Kilo) auch nicht übertrieben und habe Donnerstag („kommt mit Glück diesen Samstag, sonst Anfang der Woche an“), Freitag und Samstag („Meinen Sie, dass das bis nächsten Samstag da ist? Das wäre mir extrem wichtig, da ich die Spiele am Sonntag brauche.“ – Großes Staunen, als ob ich völlig verrückt wäre, das anzuzweifeln, und von Herzen eine Zusicherung) jeweils ein solches Paket abgegeben. Das letzte war deshalb so wichtig, weil ich an diesem Sonntag Mission Impractical auf dem Paderborner Spieletag präsentieren wollte und durchaus noch die eine oder andere Möglichkeit gehabt hätte, ein paar Exemplare nach Hause zu verfrachten.

Am Mittwoch teilte mir meine Frau dann mit, dass ein DPD-Fahrer eine Art Klingelstreich gemacht hätte, sie habe ihn aber noch wegfahren sehen. Keine Benachrichtigung im Briefkasten. Ich habe dann bei Mail Boxes Etc. angerufen (das ist die Firma, die in Essen den Stand betreibt) und erfuhr dort, dass der Fahrer das Paket bei einem Laden in der Nähe abgegeben habe. Ich also mit dem Handwagen los, aber das Paket war dort nicht. Immerhin konnte ich es Donnerstagnachmittag dort abholen. Ich hatte MBE am Telefon schon mitgetteilt, wie wichtig das dritte Paket sei. Am Donnerstag habe ich dann noch mehrfach angerufen, um zu erfahren, ob vielleicht weitere Pakete von mir in die Irre gelaufen seien. Ebenso am Freitag – wo ich dann beim vierten Gespräch erfuhr, dass die Pakete NOCH IN ESSEN seien (und auch nicht in der Reihenfolge ihrer Einlieferung, sondern irgendwie bearbeitet würden). Ich könne aber die Expresslieferung mit Samstagszustellung wählen, wenn es mir so wichtig wäre. Für 90 Euro. Schönen Dank. Und wieder präsentiere ich mein Spiel auf einem Con, ohne eine nennenswerte Anzahl von Exemplaren dabeizuhaben.

Grundsätzlich kommt das Zeugs wohl eirgendwann an, aber man braucht offenbar extrem viel Glück oder kriegt am Ende noch so schöne Angebote wie ich. Nächstes Jahr bin ich im Zweifelsfall wieder auf diese Firma angewiesen. Aber irgendwas, das in irgendeiner Weise dringend ist, vertraue ich diesen Leuten sicher nicht wieder an.

Leute treffen:

Das ist der eigentliche Grund, warum ich nach Essen fahre. Einmal ist es als Spieleautor natürlich für mich wichtig, mit Verlagen, Spieler/innen und anderen Autor/innen im Austausch zu stehen. Als Blogger möchte ich andere Blogger/innen treffen, außerdem Leute, die interessante Geschichten zu erzählen haben. Und dann gibt es natürlich noch die vielen Zufallsbegegnungen und die Chance, nette Leute kennenzulernen. Ein paar Highlights waren ein längeres Gespräch mit zwei Verleger/innen aus Chile, Treffen mit meinen eigenen Verlagen, einen bekannten Autoren beim Spielen von Mission Impractical zu ertappen, und ein ganzes Grüppchen von Kolumbianer/innen zu treffen, die mir nicht nur viele Spiele mitgebracht hatten, sondern auch leidenschaftliche Spieler/innen sind. Merke: Aus Kolumbien kommen die coolsten Schachteln!

Coole Schachteln aus Kolumbien von außen…
… und von innen (der linke Schachtelboden entfaltet sich zu einem Spielplan).

Zu einem Blogger/innentreffen gehen

Das Ganze nannte sich Meet ’n Play, und es waren immerhin gut 40 Blogger/innen anwesend. Ich habe mich auf eine kleine Ecke beschränkt und ein paar Leute kennengelernt. Und mich dann auch zum Spielen mit ihnen hingesetzt. Leider lag da gerade Dice Forge auf dem Tisch, eins von diesen modernen Spielen. Völlig überdesigntes Spielbrett, fürchterlich hässliche und zum Spielbrett nicht passende Würfel, kleinstteilige Entscheidungen, staubtrocken. Am Ende habe ich mit einem Zug das Feld von hinten aufgerollt und gewonnen – und dabei absolut gar nichts empfunden. Es gibt so schöne Spiele auf der Welt. Muss man da seine Zeit mit Dice Forge verbringen? Ich freue mich mal wieder an der Nische, in der ich mich normalerweise bewege.
Ach ja, das Blogger/innentreffen war gesponsort von Merz-Verlag, Spielwiese, Asmodee und Sipgate und als solches eine gute Idee. Da würde ich nächstes Jahr durchaus wieder hingehen.

Spielen:

Ja, gespielt habe ich auch ein bisschen. Außer Dice Forge noch Adios Calavera von Martin Schlegel (sehr schönes abstraktes Spiel), Samurai Gardener von Hisashi Hayashi (nicht ganz meins, obwohl es interessante Mechanismen hat), Tagiron von Ryohei Kurahashi (interessantes Deduktionsspiel, gern wieder), Omiga von Andreas Schleicher (cool!) sowie Dream Catchers von Gabriel Leow (siehe oben). Ein paar weitere Spiele habe ich ganz kurz angespielt. Aber das Spielen steht für mich nicht im Vordergrund, das passiert vor allem hinterher. Auf der Messe selbst geht es mir eher um die Begegnungen.

Standdienste machen:

Ich habe drei Standdienste gemacht: Einen bei einer Postspielzeitung namens KSK, die ich seit 1995 abonniert habe und mit der wir uns immer einen spendenfinanzierten Stand als Treffpunkt leisten („die teuerste Messegarderobe der Welt“), und zweimal bei der Spieleautorenzunft. Während ich mich in manchen Jahren auch etwas geduckt hatte, wenn es um solche Standdienste ging, habe ich sie dieses Jahr ausgesprochen genossen. Es ist erstens schön, einen festen Anlaufpunkt für Leute zu haben, die einen gern treffen wollen, und zweitens manchmal richtig eine kleine Oase der Ruhe, wenn man mal dort sitzt, Gespräche in entspanntem Tempo führen oder zwischendurch auch einfach mal entspannen kann. Das mache ich nächstes Jahr bestimmt wieder.

Bis Montag in Essen bleiben:

Zum vermutlich ersten Mal seit dem späten 20. Jahrhundert hatte ich den Montag nach der Messe frei (und Dienstag natürlich sowieso). Was für ein Luxus! Es hatte sich erst ergeben, als ich meine Fahrkarten schon lange gebucht hatte, sodass ich ein bisschen bedauert hatte, nicht von vornherein einen Tag länger in Essen einzuplanen und am Montag entspannt zurückzufahren. Als sich dann am Sonntagmorgen herausstellte, dass Norddeutschland mit Zügen nicht durchfahrbar sein würde, kriegte ich sogleich von meinen Gastgeber/innen das Angebot, doch noch eine Nacht zu bleiben. Montagmittag fuhren die Züge wieder fast normal, wenn es auch ein wenig voll war. Abgesehen davon, dass ich meine Familie etwas vermisst habe, bin ich wohl selten so entspannt von einer Spielemesse zurückgekommen. Auch das sollte ich in künftigen Jahren einfach einzuplanen versuchen.

Welche Eindrücke bleiben nun?

Dass die Messe von Jahr zu Jahr wächst, daran bin ich gewöhnt. Aber der Sprung vom letzten zu diesem Jahr war gefühlt gewaltig, schon fast erschlagend. Ich muss mich einfach von der Hoffnung verabschieden, halbwegs all das, was mich interessieren würde, auch sehen zu können. Das Wachstum liegt aber nicht nur daran, dass es immer mehr Stände gibt, sondern auch daran, dass viele Stände gegenüber früher gewachsen sind, zum Teil erheblich. Am deutlichsten konnte man das sicherlich am Stand von Asmodee ausmachen. Früher habe ich jahrelang für Amigo als Erklärer gearbeitet, und die hatten traditionell den größten Stand auf der Messe. Nun, der Amigo-Stand ist immer noch so groß, wie er schon immer war. Aber Asmodee hat jetzt grob geschätzt die fünffache Ausstellungsfläche wie Amigo. Dazu kommen gewaltige Bildschirme und eine erhebliche Beschallung der Umwelt. Es fühlte sich ein bisschen unheimlich an, fand ich, wie eine Zurschaustellung von Marktmacht. Oder vielleicht auch so, wie ich mir eine Computerspielmesse oder sowas vorstellen würde. Andererseits war die Fläche pro Spiel so enorm, dass ich eher wenig Anlass hatte, mich länger in dieser Hallenhälfte aufzuhalten. Die Dichte an interessanten Spielen war anderswo doch viel höher.

Die Dichte an Leuten dagegen war nirgends so groß wie vor den Toiletten. Die Schlangen waren allenthalben erheblich. Im nächsten Jahr wird die Messe wohl wieder an die mittlerweile neu errichtete Ostseite des Geländes zurückkehren, und ich hoffe, dass dort die Zahl der sanitären Anlagen erhöht wurde.

Aber vor allem war ich mal wieder überwältigt von der positiven Stimmung, die allenthalben geherrscht hat. Man trifft so viele tolle Leute, und alle scheinen sich aufrichtig zu freuen, einen zu sehen (bis auf den Comicladenbesitzer, der mich geradezu verscheucht hat, als ich nach dem Spieleverlag fragte, der laut Messeplan eigentlich an seiner Stelle stehen sollte). Mit der guten Stimmung kann man auch die vielen Menschen, die sich durch die Hallen wälzen, ganz gut verkraften, ob mit Kindern, Koffern, Rollstühlen, Smartphones vor der Nase oder auch ohne. Spiele sind für alle da, und so soll es auch bleiben. Ich komme jedenfalls sehr gern wieder nach Essen.

„Stadt Land Spielt“ am Sonntag in Göttingen

Am Sonntag findet zum fünften Mal die überregionale Spieleveranstaltung Stadt Land Spielt statt, zum zweiten Mal auch in Göttingen, und zwar von 12 bis 20 Uhr im Café Central auf dem Hauptcampus. Mit von der Partie ist meine Wenigkeit, ich werde zumindest Mission Impractical und Unmöglich!? im Gepäck haben und dort auch vorstellen. Ich hoffe, ich sehe dort viele nette Gesichter!

Stadt Land Spielt

Unmöglich!?

Neulich hatte ich mich ja schonmal gefreut, dass Débrouille-toi! angekommen war. Normalerweise kommen meine Spiele immer Monate bis Jahre später als geplant heraus (ich könnte mittlerweile eine längere Liste von blöden Gründen, warum Spiele von mir auf der Messe in Essen nicht zu finden sind, veröffentlichen), aber Unmöglich!?, die deutsche Ausgabe von Débrouille-toi!, hat sich für einen anderen Weg entschieden. Ich hatte erst im September mit ihr gerechnet, aber vor einigen Tagen stand da überraschend schon ein Paket auf meinem Schreibtisch. Erschienen ist sie beim Verlag Helvetiq, der schon verschiedentlich mit kleinen, aber feinen Spielen auf sich aufmerksam gemacht hat. Ich freue mich sehr darüber, weil ich die französische Ausgabe ja gar nicht wirklich selbst spielen kann.

Unmöglich!?

Worum geht’s? Ihr seid eine Gruppe von Abenteurern der Extreme und befindet Euch in einem Wettstreit mit der berühmten Meg Clever. Diese schickt Euch auf eine geheime Mission. Leider hat eine/r von Euch bei der Missionsbesprechung nicht zugehört und nun keine Ahnung, worum es geht. Dieser „Schussel“ fragt nun diskret nach (direkt darf man ja nicht über die Mission sprechen), ob bestimmte Gegenstände für die Mission nützlich sein könnten. Wenn die Gruppe viermal „ja“ gesagt hat, muss der Schussel erraten, welche Mission (aus einer Auswahl) zu erfüllen war. Jedes „Nein“ bringt aber einen Punkt für Meg Clever…

Helvetiq ist, wie der Name schon sagt, ein Schweizer Verlag. Sie haben sowohl eine französische Ausgabe für den französischsprachigen Teil der Schweiz als auch eine deutsche Ausgabe für den deutschsprachigen Teil der Schweiz herausgebracht. Das heißt leider auch, dass das Spiel zunächst mal in Deutschland nicht so völlig einfach zu kriegen sein wird. Es direkt vom Verlag aus der Schweiz zu ordern, ist wegen der Portokosten ein bisschen teuer. Daher habe ich mich sehr über die Nachricht gefreut, dass Helvetiq erstmals auch auf der Messe in Essen vertreten sein wird, und zwar an Stand 3-G110. Vielleicht habt Ihr ja Lust, dort mal vorbeizuschauen.

Débrouille-toi!

Es ist immer wieder toll, wenn man was Eigenes in den Händen hält. Heute kam ein Paket mit Débrouille-toi! an, einem nahen Verwandten von Mission Impractical. Auch hier geht es darum, mit gegebenenfalls völlig unpassenden Gegenständen eine Mission zu erraten. Allerdings sind die Rollen sozusagen vertauscht – während die gesamte Gruppe weiß, welche Mission zu erfüllen ist, gibt es einen Schussel, der bei der Missionsbesprechung nicht aufgepasst hat und nun herausfinden muss, um was es eigentlich geht.

Débrouille-toi ist bei Le droit de perdre erschienen und im Moment erstmal nur auf Französisch erhältlich (und ist sprachabhängig), aber eine deutsche Version ist in Vorbereitung und sollte demnächst erscheinen.

Débrouille-toi! ist auf dem kürzlich zu Ende gegangenen FLIP vorgestellt worden, und eine sehr positive Erwähnung fand sich auf trictrac.net („Ein exzellentes kleines Spiel, das ich sehr empfehle.“). Das ist doch schon mal ein guter Start.

Débrouille-toi!

 

Du bist dran auf Portugiesisch

Heute bekam ich den Hinweis, dass vorgestern einer meiner Artikel auf Portugiesisch erschienen ist, nämlich Neue Spiele aus Lateinamerika, Mai 2017. Da fühle ich mich natürlich einigermaßen gebauchpinselt. Erschienen ist das auf der Webseite catarse.me, der Crowdfunding-Webseite, auf der Daniel Braga und Thiago Matos ihr Crowdfunding für Labyrinx erfolgreich durchgeführt hatten. Ich hatte vorher keine Ahnung davon gehabt, fühle mich aber natürlich ausführlich gebauchpinselt.