Rückblick auf das Spieleautor:innentreffen 2022

Ich bin ja nicht so der rasende Reporter, daher kommt mein kleiner Bericht über das Göttinger Spieleautor:innentreffen auch erst jetzt. Stattgefunden hat es am 11. und 12. Juni 2022 in der Lokhalle, und natürlich war ich die ganze Zeit da und habe es total genossen. Die Lokhalle ist ein toller Ort dafür, und wenn ich mir die aktuellen Prognosen für die Fertigstellung der Stadthalle ansehe, ist es nicht ausgeschlossen, dass wir uns auch im nächsten Jahr noch mal in der Lokhalle treffen können.

Die Plakate hätten etwas weiter verbreitet sein können – aber wer die Augen offen hielt, konnte sie erspähen.

Was gibt es zu berichten? Ich werde hier nicht zu sehr über einzelne Spiele ins Detail gehen. Da ich selbst dieses Jahr nichts vorzustellen hatte, habe ich die Zeit vor allem genutzt, um alte und neue Leute zu treffen und Fotos zu machen (eine Fotogalerie folgt weiter unten). Besonders gefreut habe ich mich, dass dieses Jahr mal wieder zwei Autor:innen aus Übersee anwesend waren, nämlich aus Israel und aus Ägypten. Ägypten ist für mich noch Neuland, bisher war Nigeria das einzige afrikanische Land gewesen, in dem ich von einer blühenden Spieleszene wusste. Den Kontakt nach Ägypten möchte ich aber weiterhin pflegen, und vielleicht kommt dann ja auch noch mal ein Extra-Artikel dazu.

In diesem Jahr hatte ich eine besondere Rolle; ich durfte die Laudatio auf Friedemann Friese halten, der den Göttinger Spatz gewonnen hat, eine Auszeichnung der Stadt Göttingen für Leute, die sich um die Spielkultur auf innovative Weise verdient gemacht haben. Normalerweise wird die Laudatio von dem oder der Preisträger:in aus dem Vorjahr gehalten, aber Wieland Herold, der den Spatz 2019 erhalten hatte, war im April verstorben. Aber trotz dieser Hypothek hat es mir Spaß gemacht, denn eine Laudatio auf Friedemann ist eine dankbare Aufgabe, da gibt es doch einiges zu erzählen. In der Presse ist das auch gewürdigt worden.

Das Stipendium der Jury Spiel des Jahres gewann diesmal Tobias Tesar, der nun die Möglichkeit hat, Praktika bei großen und kleinen Verlagen, bei einem frischgebackenen Kinderspiel-des-Jahres-Preisträger und in einem Spieleladen zu machen. Dabei lernt man normalerweise viel, und ein großer Teil der Stipendiat:innen hat im Laufe der Zeit erfolgreich Spiele veröffentlicht.

Das Spieleautor:innentreffen ist das älteste seiner Art (weltweit), und nach wie vor eins der größten. Es wurde 1983 von Reinhold Wittig ins Leben gerufen und seit einigen Jahren von der SAZ in Zusammenarbeit mit der Stadt Göttingen organisiert. Es ist einfach eine tolle Veranstaltung und ein Aushängeschild für Göttingen.

Jetzt kommt hier noch eine kleine Galerie mit einer eher zufälligen Auswahl der knapp 200 Tische. Ich hätte am liebsten alle fotografiert, aber dafür reichte die Zeit einfach nicht. Ein bisschen wollte ich ja schließlich auch noch spielen. Alle abgebildeten Menschen haben mir ihr Einverständnis zur Veröffentlichung erteilt. Vielen Dank!

2 Gedanken zu „Rückblick auf das Spieleautor:innentreffen 2022

  1. Lieber Hilko,
    vielen Dank für deinen Besuch an meinem Tisch und das tolle und super hilfreiche Feedback! Für mich als Neuling war es unglaublich wertvoll mich mit dir austauschen zu können.
    Ich hoffe wir sehen uns auch nächstes Jahr wieder oder vielleicht sogar früher in München im Herbst?

    1. Sehr gern – in München eher nicht, aber in Essen werde ich voraussichtlich herumlaufen. Wenn Du zwischendurch an Deinem Spiel herumschraubst und Fragen hast, kannst Du mich aber auch gern zwischendurch kontaktieren.

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