Gedenken an Wieland Herold

Wieland Herold

Wieland Herold war überall. Richtig kennengelernt habe ich ihn auf den Spieleautor*innentreffen in Göttingen, auf denen er in vielerlei Funktion unterwegs war – er betreute für die Jury Spiel des Jahres (der er fast 25 Jahre lang angehörte) das Nachwuchsstipendium, fotografierte so ziemlich alle Autor*innen, die das wollten, und hatte dabei auch immer noch Zeit für und Interesse an einem Gespräch über die präsentierten Spiele oder anderes. Aber auch auf den anderen einschlägigen Veranstaltungen in Essen oder Nürnberg war er allgegenwärtig – wo es um Spiele ging, da traf man auch Wieland. 2018 hatte ich die Ehre und das Vergnügen, ihn hier bei mir zu Hause empfangen zu dürfen. Er hat damals einen Artikel in der Spielbox über meine Leidenschaft für Spiele aus aller Welt geschrieben. Die Fotos hat er mir damals überlassen, und ich nutze sie jetzt noch gelegentlich, wenn ich irgendwo erklären soll, was ich hier mache.

In seinem Blog Mit 80 Spielen durch das Jahr widmete er sich unermüdlich neuen Spielen (und vergaß auch die alten nicht). Seinen prägnanten, unaufgeregten Schreibstil habe ich immer als sehr angenehm empfunden.
2019 wurde er für seine Verdienste um das Kulturgut Spiel mit dem Göttinger Spatz ausgezeichnet. Sicher hätte er es genossen, nach der zweijährigen Coronapause in diesem Juni die Laudatio auf den nächsten Preisträger zu halten. Nun ist Wieland Herold am Donnerstag gestorben. Ich werde ihn nicht nur auf dem Autor*innentreffen schmerzlich vermissen.

2 Gedanken zu „Gedenken an Wieland Herold

  1. Auch ich gehöre zu denen, die Wieland viel zu verdanken haben. Er hat mich eben ermutigt, ermuntert, stark gefördert.
    Danke Wieland
    Martin Schlegel

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