Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 2/2021

Ich hab mich etwas rar gemacht, was zum Teil auch an Computerproblemen lag. Ich hoffe, es läuft jetzt wieder glatter. Zum Recherchieren hatte ich aber leider kaum Zeit, daher gibt es auch wieder nur ein kurzes Update.

Argentinien

La Maldición: Héroes de Lorthar (Der Fluch: Helden von Lorthar) ist ein Kartenspiel, bei dem man versucht, seine Fluchkarte loszuwerden – wer das zuerst schafft, gewinnt. Die genauen Regeln kenne ich nicht, aber es gibt verschiedene Spielmodi – 1 gegen 1, alle gegen alle, und ein Teamspiel. Die Karten sind im Comicstil gehalten und von den Autoren Cristian Squitieri und Ricardo Iassogna illustriert.

Update: Gerade habe ich doch noch einen Link zu einer Website bekommen, wo es auch die Regeln gibt. 
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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 1/2021

Willkommen im Jahr 2021. Es scheint ja eine gewisse Hoffnung zu geben, dass jetzt alles besser wird, aber ob sich das wirklich an so einem Jahreswechsel festmachen lässt, wage ich eher zu bezweifeln. Naja, ein bisschen Optimistismus schadet ja nicht. Und so gucke ich auch in diesem Jahr wieder auf die Spieleszenen in Lateinamerika. Wenn nichts dazwischenkommt, wieder jeweils am ersten und dritten Montag im Monat. Je nachdem, wie viel Zeit ich zum Recherchieren habe, wird das mal mehr und mal weniger umfangreich ausfallen. Heute eher weniger, denn ich habe über Weihnachten und Neujahr Pause gemacht. Muss auch mal sein.

Argentinien

Silvina Fontenla war schon in meinem ersten Artikel über argentinische Spiele gemeinsam mit Joel Pellegrino Hotham als Autorin aufgetreten. Jetzt ist ihr (meines Wissens) erstes allein entwickeltes Spiel auf den Markt gekommen, nämlich Candyshop. Es ist ein simples Spiel, bei dem es darum geht, die meisten Süßigkeiten einzusammeln. Auf dem Tisch liegen verdeckte quadratische Plättchen, deren Seiten jeweils den bis zu vier Spieler*innen zugeordnet sind. Wer dran ist, kann eins davon aufdecken und nach Belieben drehen, anschließend nehmen sich alle die Süßigkeitenchips, die auf der ihnen zugewandten Seite abgebildet sind (das sind unterschiedlich viele und in unterschiedlichen Farben, sodass man sich durch geschicktes Drehen Vorteile verschaffen kann). Die Chips kann man im Laufe des Spiels gegen Siegpunktkarten eintauschen, die außerdem noch beim Erwerb weiterer Karten hilfreich sind; wer das allerdings tut, kann kein Plättchen aufdecken. Candyshop ist bei juegosdemesa.com.ar erschienen und von der Autorin selbst illustriert worden.

Brasilien

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Drei neue Fälle für MicroMacro

Eigentlich mache ich mit meinem Blog ja immer eine Weihnachtspause, um mal ein bisschen Ruhe zu haben. Aber ich kann jetzt doch nicht an mich halten. Schließlich hatte ich hier vor Kurzem noch berichtet, mit MicroMacro schon durch zu sein und nun auf die nächste Ausgabe warten zu müssen. Aber dann hat sich unsere Elfjährige für zwei Tage in ihr Zimmer eingeschlossen und mich zu Weihnachten hiermit überrascht:

MicroMacro (Marke Eigenbau)

Tja, was soll ich sagen? Vielleicht einfach, dass ich auf niemanden neidisch bin, der derzeit Fotos von ganzen Türmen zu Weihnachten geschenkter Spiele postet. Denn das hier hab nur ich gekriegt. 🙂

Alle mal gut herhören: Es gibt wieder Beeple-Radio

Bevor ich mich bis irgendwann im Januar in meine Weihnachtspause begebe, kommt hier noch eine Ankündigung in eigener Sache. Da unser Radioprogramm zur Spiel Digital viel Anklang gefunden hatte und wir verschiedentlich hörten, dass ohne das Beeple-Frühstücksradio der Kaffee nicht mehr schmeckt, haben wir uns gedacht, dass wir ja neben dem regelmäßigen Beeple-Talk auch gelegentlich mal außer der Reihe auf Sendung gehen könnten. Hier kommen zwei Termine, die Ihr Euch vormerken könnt:

Sonntag, 27.12.2020, 10:00 Uhr
Freitag, 1.1.2021, 14:00 Uhr

Was erwartet Euch? Einige der beliebtesten Stars aus dem Beeple-Netzwerk unterhalten sich über das Spielejahr 2020 und darüber, was sie über Weihnachten beziehungsweise Silvester gespielt haben. Außerdem gibt es eine Ankündigung. Und dann sehen wir mal, was uns sonst noch so einfällt. Am 27. Dezember bin ich selbst mit dabei, am 1. Januar übernimmt dann ein (teilweise) anderes Team. Hört gern mal rein. Der Link zu den  Sendungen ist dann hier.

Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 22/2020

Argentinien

In Argentinien gibt es einen neuen Verlag namens Yovosgalo, der bisher zwei abstrakte Spiele in ansprechender Optik herausgebracht hat. Das ist einmal Daiku, das aus einem großen Spielfeld und je 27 Kugeln in schwarz und weiß besteht. Ziel ist es, aus den Steinen der eigenen Farbe drei Neunergruppen auf dem Spielfeld zu versammeln (das Spielfeld hat neun Sektoren zu drei mal drei Feldern). Abwechselnd setzt man Kugeln ein und bewegt sie dann, wobei man in manchen Phasen des Spiels seine eigenen, in anderen die gegnerischen Kugeln einsetzt.

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Die kriminellste Stadt der Welt liegt in…

…unserem Wohnzimmer auf dem Tisch.

Manchmal erzählen Leute was über Spiele, die sie eigentlich mögen wollten, aber dann doch nicht mochten. Mir ging es kürzlich andersrum, und zwar mit MicroMacro: Crime City. Das coole Marketing (etliche Blogger*innen kriegten häppchenweise Postkarten mit Stadtplansegmenten zugeschickt) hatte ich amüsant gefunden, dann den Beispielfall im Netz gespielt und mich davon kurzzeitig unterhalten gefühlt, das Spiel aber hinterher in die „Belanglos“-Schublade einsortiert. Es hatte mich einfach nicht gepackt und ich wollte es nicht mögen. Aber dann sprach ich mit meinem Freund, der es fast durch hatte und mir anbot, mir sein durchgespieltes Exemplar anschließend zu schicken, und das habe ich dann doch angenommen, weil einige Leute schrieben, dass ihre Kinder so drauf abfahren würde. Und Kinder hab ich ja auch. Und dann…

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 21/2020

Bolivien

Bolivien war bisher für mich ein nahezu weißer Fleck auf der Spiele-Landkarte gewesen. Aber das hat sich nun endlich geändert, weil ich auf Daniel Zeballos Olmos und seinen Verlag Lqpl gestoßen bin, der kürzlich seine beiden ersten Spiele veröffentlicht hat. In beiden geht es um Schlachten aus der Geschichte Boliviens. Da ist zum Beispiel Batalla de Calama, benannt nach der ersten Schlacht im Salpeterkrieg (1879 bis 1884) zwischen Chile auf der einen sowie Peru und Bolivien auf der anderen Seite. Von diesem Krieg konntet Ihr in diesem Blog ja sogar schon mal was lesen. In besagter Schlacht jedenfalls griff eine zahlenmäßig weit überlegene chilenische Streitmacht eine bolivianische Truppe nahe der Stadt Calama an. Nachspielen lässt es sich mit einem simplen, würfelbasierten Kampfsystem, das laut Verlag schon für Siebenjährige funktioniert. Es lässt sich in verschiedenen Schwierigkeitsstufen spielen, was durch die Kräfteverhältnisse ausgedrückt wird.

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Alle kriminell! Außer dem Phantom.

Oink Games gehört zu diesen Verlagen, bei denen mich jedes Spiel neugierig macht. Das liegt am kleinen Format, an der oft spektakulären grafischen Gestaltung, aber vor allem daran, dass ich schon eine ganze Reihe von kleinen Perlen bei Oink entdeckt habe. Wie auch Tricks and the Phantom, das ich vor einer Weile netterweise von Oink Games zur Verfügung gestellt bekommen habe und Euch hier vorstellen möchte.

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Neues von Kickstarter

Ich bin ja gar nicht so oft auf Kickstarter unterwegs, und als Kickstarter-Radar taugen andere Blogs mehr als meins. Aber ich möchte Euch doch zwischendurch gern auf zwei Projekte aufmerksam machen, die mir am Herzen liegen, zumal ich, wenn auch eher am Rande, an ihnen beteiligt bin.

Da wäre einmal Macaron. Ich hatte in meinem Messenachbericht schon erwähnt, dass ich es auf Tabletopia ausprobiert habe, und ich möchte noch mal Werbung dafür machen. Macaron ist ein Stichspiel mit einem schönen Wertungsmechanismus. Es gibt in jeder Runde zwei Trumpffarben und eine Allergiefarbe (die auch eine der Trumpffarben sein kann). Trumpffarben gewinnen einen Stich wie gewohnt, ist mindestens eine Karte der Allergiefarbe im Stich, gibt es für diesen keine Punkte. Ich habe Macaron zweimal zu viert gespielt, und da glänzt es allemal. Aber auch in anderen Besetzungen macht es einen guten Eindruck. Ihr könnt zu fünft spielen, und zu viert auch in einer Teamvariante. Zu dritt und zu zweit lebt es vom wechselnden Festlegen von Trumpf- und Allergiefarbe, und außerdem ist es das einzige mir bekannte Stichspiel mit einem Solitärmodus. Das sollte doch die eine oder den anderen interessieren. Das verlinkte Rezensionsvideo ist zwar toll in Szene gesetzt, aber leider ist wohl mehr Energie da hineingeflossen als in die Beschäftigung mit dem Spiel, sodass die eigentlichen Besonderheiten gar nicht zur Geltung kommen. Für mich steckt in Macaron durchaus mehr drin als nur lauter altbekannte Stichspielkost.
Was ich damit zu tun habe? Ich übersetze für Autor Ta-Te Wu die Spielregel ins Deutsche.

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