Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 19/2019

Etwas verspätet kommt hier der letzte Nachrichtenüberblick zu lateinamerikanischen Spielen in diesem Jahr. Meine Weihnachtspause fällt diesmal etwas länger aus Ich brauche ein bisschen Erholung, hoffe aber zwischendurch auch ein paar Artikel fürs nächste Jahr vorbereiten zu können – lasst Euch überraschen. Nachbericht zur Roll A Game Expo in Guadalajara (Mexiko) muss ich nachreichen, da habe ich noch nicht genügend Informationen bekommen und im Moment zu wenig Zeit zum Nachhaken.

Brasilien

Senda ZenBei Ludens Spirit ist kürzlich Senda Zen (Der Zen-Pfad) erschienen, ein abstraktes Zweierspiel von Eduardo Caetano. Darin versucht man, in die schräg gegenüberliegende Ecke des Spielfelds zu gelangen. Das Spielfeld befindet sich in der Schachtel und besteht aus einzelnen Kunststoffsteinen, die sich in Reihen gegeneinander verschieben lassen (ein bisschen wie bei Das verrückte Labyrinth, aber unter anderem mit dem Unterschied, dass man Reihen auch nur teilweise bewegen kann). Auf diese Weise versucht man dann, einen möglichst guten Weg durch die Spieleschachtel zu erschaffen. Illustriert wurde Senda Zen von Moacir P. Fraile.

Cores da Guerra von Jorge Nascimento ist ein Deckbauspiel, bei dem man eine antike Zivilisation zur Vorherrschaft über den Mittelmeerraum führen möchte. Ausgedrückt wird das durch 7 Siegpunkte, die man durch militärische, politische und ökonomische Aktionen einheimsen kann. Und wenn jemand anders wirtschaftlich zu stark wird, dann muss man diese*n Gegner eben mal überfallen gehen. Die Illustrationen stammen von Renato Rosart und Diego Sá. Ursprünglich sollte das Spiel bereits im Sommer bei Orgutal Jogos herauskommen, aber offenbar wird es jetzt doch im Selbstverlag erscheinen. Dazu läuft hier eine Crowdfunding-Kampagne.

Ecuador

Neue Spiele aus Lateinamerika: Senda Zen, Dioses und andereAus Ecuador habe ich ja wirklich selten was zu berichten (das letzte Mal hier). Aber jetzt ist mal wieder was angekündigt: Dioses („Götter“) ist ein Spiel von Diego Albuja Ortiz, das trotz einer fehlgeschlagenen Kampagne auf einer einheimischen Crowdfundingplattform erscheinen soll (in Ecuador ist Spiele-Crowdfunding offenbar nicht so etabliert wie in einigen anderen Ländern, und der Markt ist wahrscheinlich auch schlicht zu klein für sowas). Im Spiel erwachen verschiedene Gottheiten und finden die Erde entvölkert vor. Nun gibt es einen Wettstreit darum, wer sie am erfolgreichsten wieder bevölkern kann, indem er oder sie die passenden Kreaturen dazu erschafft.

Peru

Fangoso ist ein klebriges Korruptionsmonster, das die Spieler*innen gemeinsam besiegen müssen. Dazu würfeln sie sich um einen Parcours herum und kämpfen auf den einzelnen Feldern mit Würfeln gegen das Monster, was durch Karten beeinflusst wird, die man auf den entsprechenden Feldern zieht. Fangoso wird trotz des ernsten Themas als Kinderspiel vermarktet. Das lässt mich vermuten, dass die Korruptionsbekämpfung in Peru einen anderen Stellenwert hat als hierzulande. Fangoso stammt von Javier Zapata Innocenzi und ist bei Malabares erschienen.

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung durch die Rechte-Inhaber*innen.

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