Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 5/2019

Argentinien

Super Plato ist ein Spiel für kleinere Kinder, bei dem es um gesundes Essen geht. In der Schachtel sind Karten und Plättchen, deren Vorderseiten gleich aussehen. Auf der Rückseite der Karten gibt es allerdings einfache Aufgaben für die mitspielenden Kinder. Es sind zwei Spielmodi enthalten, eins für Kinder ab drei und eins für Kinder ab fünf. Im ersteren spielen die Kinder nach einfachen Regeln die Aktionen auf ihren Karten durch. Im zweiteren kommt ein Memory-Element ins Spiel, denn nun benennen die Kinder ihre Karten und müssen dann das zugehörige Plättchen aufdecken. Bei Erfolg dürfen sie wiederum ihre Aufgaben erfüllen, und wer zuerst alle eigenen Karten durch hat, gewinnt. Super Plato stammt von Shannon Conly, ist von Shannon Conly und Belén Berri illustriert und bei Multiverso erschienen.

Brasilien

Vor langer Zeit suchte ein Superschurke die Stadt Villa Nova heim. Er hinterließ ein Werk der Zerstörung, das für internationale Aufmerksamkeit sorgte, und handelte sich den Namen San Villano ein, was ungefähr soviel wie Sankt Schurko heißt. Noch nachdem er wieder verschwunden war, blieb die Stadt als Stadt von San Villano bekannt. Ihr Ruf blieb schlecht, denn Schurk*innen aus aller Welt versammeln sich dort, um ihrem großen Vorbild nachzueifern. Doch wo Schurk*innen sind, sind auch Superheld*innen nicht weit.
Diese Geschichte erzählt das Spiel Heroís de San Villano (ungefähr „Die Helden von Sankt Schurkenhausen“) von Eduardo Guerra, das seit einigen Tagen im Crowdfunding ist und bei Dijon Jogos erscheinen soll. Die Illustrationen sind von João Henrique Pacheco.

Chile

Diktaturen sind ein heißes Thema in Südamerika. Das zeigt sich auch im Spiel Dictadores von Miguel Benavides, das im Verlag Verdastelo erschienen ist. In diesem Trinkspiel übernimmt in jeder Runde jemand die Rolle des Diktators, zieht zwei Strafenkarten und eine Gesetzeskarte. Nun wird getrunken, und wenn der Diktator jemanden dabei erwischt, sich nicht an die Gesetze zu halten (die im Laufe des Spiels mehr werden), teilt er diesem die Strafe von einer seiner Strafenkarten zu. Die Runde endet erst dann, wenn er beide Strafenkarten verteilt hat, dann beginnt die Herrschaft des nächsten Diktators. Oder aber es wird zwischendurch geputscht, was beim Aufdecken von bestimmten Karten passiert. Wird die vierte Putschkarte gezogen, endet das Spiel mit der Niederlage des aktuellen Diktators. Die Gestaltung des Spiels stammt von Francisco Cortés.

Alle Bilder mit freundlicher Genehmigung durch die Rechte-Inhaber*innen.

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