Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 14/2019

Argentinien

Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 14/2019Der Verlag mit dem schönen Namen runDOS Studio nimmt jetzt Vorbestellungen für das neue Spiel Lab Rats von Lucas Charra an, das sich der Fertigstellung nähert. Aus einem schrecklichen Labor wollen die mutierten Laborratten flüchten. Dazu müssen sie sich ihrer jeweils verschiedenen Mutationen bedienen und Tränke sammeln, um sich gegen die verschiedenen Gefahren zur Wehr zu setzen, die hinter den Türen auf sie lauern. Die Türen werden aber zum Teil von den Spieler*innen verdeckt ausgelegt, sodass es kein reiner Zufall ist, was hinter diesen wartet. Um eine Runde erfolgreich zu gestalten (und vor allem zu überleben), muss man sein Glück herausfordern und die richtige Zahl von Karten aufdecken. Wer genügend Ratten aus dem Labor geschickt oder auf andere Weise genügend Käsebelohnungen gesammelt hat, gewinnt das Spiel, das von Lucas Charra und María Luz Cantisani Rovasio ansprechend illustriert wurde. Weiterlesen

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Gute Neuigkeiten aus Nigeria

Hier kommt mal was zwischendurch. Ich hatte hier schon verschiedentlich Kenechukwu Okbuagu (meist nennt er sich KC) erwähnt, den Autoren und Verleger und Spielecafébetreiber und Förderer der Spieleszene in Nigeria. Er hat unter schwierigsten Bedingungen sehr viel erreicht – in einem Land, in dem bis vor ein paar Jahren keine zehn verschiedenen Brettspiele erhältlich waren. Mehrfach hatte er Crowdfunding-Kampagnen gestartet, die gänzlich gegen den Mainstream angingen und gegen alle konventionellen Weisheiten trotzdem Erfolg hatten. Das alles immer mit dem Hintergrund, nicht nur einzelne Spiele seines Verlags zu verkaufen, sondern die Erlöse auch in eine weitere Förderung der Spieleszene zu stecken.

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Sherlock: Morde auf dem Wohnzimmertisch

Durch Zufall bin ich an vier Fälle aus der Sherlock-Reihe von Martí Lucas Feliu und Josep Izquierdo Sánchez geraten, die auf Deutsch bei Abacus erschienen sind. Das erscheint mir ausreichend, um mal was über die Reihe zu schreiben. Da man die einzelnen Fälle jeweils nur einmal spielen kann, entfällt das Ausprobieren mit verschiedener Spieler*innenanzahl und verschiedenen Leuten, was für eine Rezension ungewöhnlich ist, aber das liegt nun mal in der Natur der Sache. Ich schreibe also über die Reihe aus der Perspektive von jemandem, der vier Fälle zu zweit gespielt hat (eine Liste findet Ihr unten).

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 13/2019

Ich arbeite gerade etwas auf Sparflamme, daher gibt es heute nur zwei Neuvorstellungen. Ich bin aber an ein paar weiteren dran, der Stoff geht mir nicht aus…

Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 13/2019Argentinien

Eine Art Spielesammlung ist Animal Color von Adán Gabiola, das Ende dieser Woche erscheinen soll. Mit den 42 Karten kann man insgesamt 16 verschiedene Spiele spielen, die eine ziemliche Bandbreite abdecken, von Kinderspielen über Solitärspiele bis hin zu konfrontativen und kooperativen Erwachsenenspielen. Gar nicht so einfach, das zusammenfassend zu beschreiben – aber die Spiele sollen auf jeden Fall kinder- oder zumindest familientauglich sein. Gabiola hat Animal Color selbst illustriert und in seinem Verlag Anfis herausgebracht. Weiterlesen

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Die Liste von Japon Brand für 2019 ist da!

Ein kleiner Höhepunkt meiner persönlichen Vorfreude auf die Messe in Essen ist immer die Veröffentlichung der Liste der Spiele von Japon Brand. Wer damit jetzt nichts anfangen kann: Japon Brand ist eine Organisation, die jedes Jahr Spiele von japanischen Kleinverlagen auswählt und mit nach Essen bringt. In diesem Jahr warten sie mit einer dicken Überraschung auf: Auf der Liste stehen statt der üblichen rund 15 – 20 Spiele nur 9. Sechs davon kenne ich schon, denn ich habe die Regeln aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Von diesen klingt für mich Monster Party am lustigsten, aber auch auf Fillit und Numberplace City bin ich gespannt. New Sakura wird mit seinen ungewöhnlich geformten Karten sicher ebenfalls Aufsehen erregen. Drei der Spiele kenne ich noch nicht im Detail. Beluga stammt von den gleichen Leuten wie letztes Jahr Mayfly, ist also auf alle Fälle einen Blick wert. Über Orchard Ocean und Trimau weiß ich auch noch nicht mehr, als in der Beschreibung auf der Liste steht – vielleicht kommen ja auch dafür noch Übersetzungsanfragen. Die Sachen, die ich übersetzt habe, bekomme ich normalerweise schon vor der Messe, da kann ich im Idealfall schon Ersteindrücke schildern.

Wer sich nun für Spiele von Japon Brand interessiert, sollte sie am besten vorbestellen. Das kostet zwar einen Aufpreis von ungefähr zwei Euro (der schon im angegebenen Preis enthalten ist), aber wer je die Schlangen an ihrem Stand am Donnerstagmorgen und die Ausverkauft-Schilder am Donnerstagnachmittag gesehen hat, dürfte draus gelernt haben. Von Machi Koro zum Beispiel waren damals gerade mal 100 Stück am Start. Zwar hat das später einen weltweiten Siegeszug angetreten, ebenso wie Love Letter, das seinerzeit in der spektakulär gestalteten Originalversion in hübschen Briefumschlägen für 4 Euro verkauft wurde, aber darauf sollte man sich besser nicht verlassen (zumal für mich gerade bei Love Letter der ursprüngliche Charme in der internationalen Ausgabe mit der langweiligen Grafik weitgehend verloren ging). Wer ungewöhnliche Spiele liebt, sollte also auf alle Fälle mal einen Blick auf die Liste werfen.

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Souvenire vom anderen Stern

Ich unterrichte im Hauptberuf Deutsch als Fremdsprache. Wenn neue Kurse beginnen und die Teilnehmer*innen noch kein Wort Deutsch können, geht es mit dem Lernen meist sehr schnell, weil fast alle schon eine europäische Sprache sprechen und sich viele Wörter über andere Sprachen herleiten können. Das macht den Start ziemlich einfach. Anders sieht es aus, wenn jemand noch gar keinen Kontakt mit einer dem Deutschen verwandten Sprache hatte. Dann muss ich mich als Lehrer ziemlich verrenken, um den Start gut hinzubekommen. So etwas Ähnliches simuliert das Spiel First Contact von Damir Khusnatdinov, das ich letztes Jahr in Essen erstanden habe und das uns seither eine Menge Spaß bereitet hat.

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 12/2019

Brasilien

Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 12/2019Alfons Mucha ist vielleicht heute nicht mehr allen ein Begriff. Der tschechische Plakatkünstler war einer der bedeutendsten Vertreter des Jugendstils. Schon seit erstes Plakat für das Theaterstück Gismonda mit Sarah Bernhardt war ein so beliebtes Sammlerstück, dass es massenhaft gestohlen wurde. Um das Sammeln seiner Werke geht es auch im sehr hübschen Spiel La Muse von Caetano Foschini, das bei Ludens Spirit erscheinen soll und sein Crowdfunding-Ziel schnell erreicht hat. La Muse ist ein Würfel-Einsetzspiel, bei dem man Werke von Mucha seiner Sammlung hinzufügt und dafür Juwelen erhält, die am Ende über Sieg und Niederlage entscheiden. Illustrator ist – natürlich – Alfons Mucha, obwohl der schon 1939 verstorben ist. Weiterlesen

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Spieleautorentreffen 2019 – ein Bericht mit vielen bunten Bildern

Am 6. und 7. Juli 2019 fand in Göttingen zum 38. Mal das Spieleautorentreffen statt. Da ich diesmal keine präsentablen Prototypen hatte, habe ich die Gelegenheit genutzt, mal mehr zu fotografieren und Leute kennenzulernen. Dieser Artikel wird hauptsächlich eine Fotostrecke, die hoffentlich die Vielfalt der präsentierten Spiele zumindest ein bisschen abbilden kann. Aber ein paar Informationen liefere ich natürlich nebenbei auch.

Spieleautorentreffen 2019

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Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 11/2019

Es hat sich wieder einiges an Nachrichten angesammelt – im Moment komme ich kaum hinterher, aber es sollen ja auch noch weitere Artikel folgen.

Argentinien

Neue Spiele aus Lateinamerika, Teil 11/2019Zum mittlerweise fünften Mal fand am vorletzten Wochenende in Buenos Aires das Geek Out! Fest statt. Das ist mit rund 3000 Besucher*innen der größte und wichtigste Con in Argentinien, und es gab wieder einige Neuheiten rund 1um das Event.
Den König-Alfonso-Preis hat El Camarero vom Autorenkollektiv Maldón gewonnen. Dieses Team ist für seine oft sehr schön gestalteten Spiele bekannt (mein Favorit ist La Macarena). Nun gewannen sie beide Kategorien, nämlich das beste Spiel und die beste Gesamtpräsentation. Ich hatte in Essen schon 2018 Gelegenheit, El Camarero auszuprobieren. Es ist ein Konzentrations- und Erinnerungsspiel, das aber idealerweise von den Spieler*innen auch mit etwas Rollenspiel begleitet wird. Ein Kellner wird arg gefordert, er muss sich alle Bestellungen merken und die richtigen Sachen zu den richtigen Leuten bringen. Leider wechselt die Rolle des Kellners, sodass man dann auch selbst zu spüren bekommt, wie schwierig das ist. Weiterlesen

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Bald ist wieder Spieleautorentreffen

Am 6. und 7. Juli ist in Göttingen mal wieder das Spieleautorentreffen. Das Ganze findet schon zum 38. Mal statt und ist damit das größte Treffen seiner Art, weltweit (und immer noch eins der größten). Knapp 200 Autor*innen sind angemeldet und zeigen ihre aktuellen Prototypen, von denen dann voraussichtlich wieder eine Reihe ihren Weg in einen Verlag finden werden. Nicht alle, aber immer noch viele Autor*innen sind auch am Sonntag zum öffentlichen Teil noch da (der Samstag ist eine geschlossen Veranstaltung). Wer also sehen möchte, wie Spiele entstehen oder einfach mal die Möglichkeit sucht, eine ganze Reihe kreativer Leute auf engem Raum zu treffen, ist sehr willkommen: Sonntag, 7. Juli 2019, 10 bis 14 Uhr in der Lokhalle Göttingen, direkt hinter dem Bahnhof. Bis dann!

Hier geht’s zur Pressemitteilung.

 

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