Der Oktober war ein ereignisreicher Monat hier bei uns. Nach der Legolandreise standen ja noch ein paar Ausflüge an, darunter ein sehr, sehr schöner viertägiger nach Maastricht zur lieben Verwandtschaft und ein nicht minder interessanter, aber um Längen anstrengenderer zur Spielemesse nach Essen (letzteren musste ich allein bestreiten).

Obwohl ich schon mindestens 15 Mal auf der Messe war, war es dieses Jahr besonders spannend. Wie üblich habe ich bei Amigo gearbeitet und an deren Stand dem interessierten Publikum Spiele erklärt. Das lief diesmal sehr glatt; im fünften Jahr kann man dann schon ganz gut abschätzen, welche Spiele wirklich nachgefragt werden und welche man nur ungefähr beherrschen muss (bei einem Programm von um die 20 Neuerscheinungen pro Jahr ist es nämlich nicht immer ganz einfach, alle Regeln sofort parat zu haben). Am ersten der vier Messetage bin ich deshalb auch immer noch ein bisschen nervös, während sich zum Wochenende hin dann eine gewisse Routine einstellt. Nett war dieses Jahr unter anderem, dass ich zum Stand von boardgamegeek geschickt wurde, um dort Spiele auf Englisch zu erklären. Diese Erklärungen wurden nicht nur live im Internet übertragen, sondern sind auch jetzt noch per Youtube zu finden (zum Beispiel hier). Ferner habe ich festgestellt, dass es doch noch eine Menge Leute gab, die mich zwar als Spieler, Spieleerklärer, Turnierorganisierer und so weiter kennen, aber nicht als Spieleautoren. Dem wurde sehr effektiv Abhilfe geschaffen, denn die Spieleautorenzunft, deren Mitglied ich bin, hatte ein paar Dutzend große Poster produziert und aufgehängt, auf denen Spieleautoren und ihre Ideen präsentiert wurden. Auf mein eigenes Poster aus dieser Reihe wurde ich (trotz des weniger auffälligen Standortes) immer wieder angesprochen. Das hat sich also gelohnt.

Ich musste auch dringend auf diese Tätigkeit als Autor aufmerksam machen, denn Mitte Oktober habe ich eine ganz entzückende Mail bekommen, in der ich erfahren habe, dass mein kleines Stichspiel, das ich auf dem Autorentreffen in Göttingen im Juni erneut bei einem Verlag eingereicht hatte, angenommen worden ist und nächstes Jahr erscheinen soll. Es wird zwar keine völlig riesige Startauflage geben, aber immerhin deutlich mehr als bei den Spielen, die ich bisher veröffentlicht habe, und das Spiel sollte dann zumindest in gut sortierten Spieleläden im Regal zu finden sein. Allzuviel mehr sage ich dazu vorerst noch nicht, denn der Vertrag ist noch gar nicht unterschrieben (hoffentlich in den nächsten Tagen). Im Februar soll das Spiel in Nürnberg präsentiert werden (dort gibt es eine riesige Spielwarenmesse, die von den Verlagen gern zur Ankündigung von Neuheiten genutzt wird), und im weiteren Verlauf des Jahres 2011 soll es dann auf den Markt kommen. Ich halte Euch natürlich schamlos auf dem Laufenden. Jedenfalls freue ich mich riesig über diesen schönen Erfolg. Jetzt muss es sich nur noch gut verkaufen.
Dementsprechend euphorisch gestimmt bin ich auf die Messe gefahren und habe vieles auch noch mal mit anderen Augen gesehen. An neuen Ideen für zukünftige Spiele mangelt es wahrlich auch nicht, aber das ist halt immer eine Zeitfrage. Na ja, so eilig habe ich es ja auch gar nicht; wenn ab und an was von mir erscheint, bin ich schon ganz zufrieden.
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It’s been an eventful month – with two remarkable trips, one to Maastricht to visit my sister and her family (a great holiday!), and one to Essen to the game fair, where I was working as a game explainer as in previous years. This latter trip was a very happy one, too, as in the middle of October I had been notified that my trick-taking card game was accepted by a somewhat larger publisher than my previous ones. I will not say too much more about it as long as the contract hasn’t been signed (should happen in the next few days), but while I won’t be able to stop going to work when this game comes out, I will finally have a game in the market that will (at least in theory) be available in good game shops around the globe. And I am definitely looking forward to that.
In Essen, I had the feeling I was perceived more as a designer than a mere player or explainer for the first time. This was partly due to a large poster with my previous game Schiebung on it, which was displayed as part of an exhibition aimed at moving game designers more into the spotlight. Oddly, when someone buys a CD they won’t care much who published it, but who the creators or at least the performers of the music are. When buying a board or card game, people mostly seem to look at the publisher’s name, not the designer’s. It’s a long way to change that, but we are working on it.